Optimaler Mix der Transportmittel: Mercedes-Benz Werk Hamburg stellt die Weichen in der Logistik

Hamburg, 02.12.2010
  • Kombinierter Verkehr verbessert die Anbindung des Hamburger Werkes an die südlichen Montagewerke
  • Ökonomische und ökologische Vorteile durch die gemeinsame Nutzung von Schiene und Straße
  • Weitere Werke sollen ab 2011 nachziehen
Hamburg – Seit kurzem rollt täglich ein Zug mit Achsen und Komponenten aus dem Mercedes-Benz Werk Hamburg in südliche Richtung. Durch die Neuausrichtung eines kombinierten Verkehrs auf Schiene und Straße unterstreicht das Werk im Norden seine Stellung als verlässlicher Zulieferer für die südlichen Mercedes-Benz-Montagewerke: „Wir wollen die Logistik noch effizienter und nachhaltiger machen“, verspricht Christian Wolff, verantwortlicher Leiter der Logistik für die Powertrain-Werke.
Bislang sind die Werke Sindelfingen, Rastatt und Untertürkheim in diese Logistikumstellung eingebunden. „Ab nächstem Jahr wollen wir weitere Werke mit dem kombinierten Verkehr erreichen“, blickt Werner Schalow, Leiter des Hamburger Werkes, in die Zukunft.
Die hervorragende Autobahnanbindung des Hamburger Werkes wird nun um die Vorteile eines Schienenanschlusses ergänzt. Als größter Eisenbahnknotenpunkt Nordeuropas bietet Hamburg dem Mercedes-Benz Werk ideale Ausgangsbedingungen zum Aufbau eines kombinierten Verkehrskonzepts. Die Komponenten aus dem Werk Hamburg werden zunächst auf Wechselbrücken verladen und von Lkw zum nahegelegenen Bahnterminal gebracht, wo sie zu einem Ganzzug zusammengestellt werden. Dieser steuert dann den Verteilerterminal in der Nähe des jeweiligen Werkes im Süden an, wo Lkw die Fracht wieder übernehmen und in das Werk bringen.
Kombinierter Verkehr bewährt sich ökonomisch und ökologisch
Die Vorteile von Straße und Schiene ergänzen sich optimal zum Nutzen des Werkes, seiner Kunden und seines Umfelds. Lkw erweisen sich als ideale Variante für den Transport unterschiedlicher Ladungen und schwankender Kapazitäten über kürzere- und mittlere Strecken. Der Schienenverkehr punktet bei regelmäßigen und gleichgerichteten Warenströmen im Landverkehr über größere Distanzen. Durch eine Kombination beider Verkehrsträger können pro Jahr rund 12.500 Straßenfahrten auf die Bahn verlegt werden.
Von dem Mix der Transportmittel profitiert nicht nur das Werk Hamburg: Bei gleichbleibender Liefertreue ergeben sich Kostenvorteile und zudem werden CO2-Emissionen reduziert. Mit seiner Neuaufstellung in der Logistik leistet das Mercedes-Benz Werk Hamburg damit auch einen Beitrag zum Klimaschutz, gleichzeitig gelingt eine zusätzliche Effizienzsteigerung innerhalb der eigenen Lieferkette. „Die Verlagerung auf die Schiene ist für alle eine Herausforderung, aber wir sind auf einem guten Weg. Die ersten Meilensteine sind gemeistert und es bleibt trotzdem noch einiges zu tun,“ zieht der Projektverantwortliche Rudolf Brulz eine Bilanz.

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