Mit Tempo fing es an: Feier zum 75jährigen Standortjubiläum des Mercedes-Benz Werkes Hamburg

Mit Tempo fing es an: Feier zum 75jährigen Standortjubiläum des Mercedes-Benz Werkes Hamburg
24.
September 2010
Hamburg
  • Jubiläumsfeier mit Festreden des Ersten Bürgermeisters der Freien und Hansestadt Hamburg, Christoph Ahlhaus, und Dr. Thomas Weber, Mitglied des Vorstands der Daimler AG
  • Veranstaltung mit über 1.200 Gästen und Mitarbeitern
  • Familientag am 26. September 2010
Im Beisein des Ersten Bürgermeisters der Freien und Hansestadt Hamburg, Christoph Ahlhaus, sowie über 200 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft feiert das Mercedes-Benz Werk Hamburg mit über 1.000 Mitarbeitern sein 75jähriges Standortjubiläum.
Dr. Thomas Weber, Vorstand für Konzernforschung und Mercedes-Benz Cars Entwicklung, stellte die zentrale Rolle des Werkes Hamburg als Teil des Produktionsverbunds von Mercedes-Benz Cars heraus: „Die Zukunft der nachhaltigen Mobilität wird heute gestaltet. Im Werk Hamburg werden mit der Weiterentwicklung von Leichtbautechnologien wichtige Impulse für die Zukunft gesetzt. Diese unterstützen uns in unserer Strategie hin zu weniger Verbrauch, mehr Fahrdynamik und weniger Emissionen."
Peter Schabert, Leiter Produktion Powertrain und Werkleiter Untertürkheim sieht die aktuellen Arbeiten am Bau einer neuen Fertigungshalle als Beleg für die Zukunftsfähigkeit des Standorts: „Die geplante Fertigungshalle stellt so etwas wie das Fundament für den weiteren Erfolg des Werkes Hamburg dar.“
Neubau auf dem Werksgelände
Die Vorbereitungen für den Bau einer neuen Halle sind auf dem Werksgelände unübersehbar. Im geplanten Neubau sollen künftig Strukturbauteile in Leichtbauweise für Mercedes-Benz Pkws entstehen. Damit erweitert das Werk Hamburg seine Kompetenz im Bereich Leichtbau – sowohl in der Entwicklung als auch im Produktionsbereich. In der ca. 10.000 m² großen Halle wird ein neues Produktionsverfahren zur Fertigung von Leichtbaukomponenten zum Einsatz kommen, das sich bei den bisherigen Anwendungen erfolgreich bewährt hat. Gegen Ende des Jahres ist das Richtfest für den Bau geplant, im Laufe des kommenden Jahres wird der Bau vollendet.
Stimmungsvoller Festakt
Werner Schalow, Leiter des Werkes Hamburg, blickte in seiner Festrede auf die wechselvolle Geschichte des Standorts zurück: „Von der Tempo-Manufaktur zur hochmodernen Komponenten- und Aggregatefertigung war es ein weiter Weg. Entscheidend war aber, dass wir alle Herausforderungen produktiv genutzt haben, um uns als Werk immer wieder neu zu erfinden.“ Neben den Festreden sorgten ein Streichorchester sowie Showeinlagen für einen stimmungsvollen Jubiläumstag. Während die Gäste den Abend bei Musik und Tanz ausklingen lassen konnten, bildete ein Feuerwerk den abschließenden Höhepunkt des Tages.
Familienfest am Sonntag
Die Mitarbeiter des Werkes und ihre Angehörigen sind am Sonntag, 26. September zu einem eigenen Fest auf dem Werksgelände eingeladen. Dabei werden für Groß und Klein viele Attraktionen angeboten: Eine Ausstellung von Miniaturmodellen von Tempo-Fahrzeugen gibt einen Rückblick auf die Anfänge des Werkes. Highlights aus der jüngeren Mercedes-Benz Werksgeschichte werden entlang der Produktionsstraßen aufgebaut. Auf die kleinen Gäste warten ein Kinder Mitmachzirkus, Kinderschminken und eine Hüpfburg.
75 Jahre im Zeichen des Rades
In Hamburg-Harburg wurden einst die legendären dreirädrigen Tempo-Transporter gefertigt. Die ursprünglich im Jahr 1928 als „Vidal & Sohn Tempo Werk GmbH“ in Hamburg gegründete Firma konnte bereits 1935 expandieren und verlagerte die Produktion nach Harburg. Die Entwicklung der Mitarbeiterzahl von 25 auf 835 im Jahr 1939 wurde durch den Krieg wieder gebremst. Dennoch war das Werk in den 50er Jahren der größte deutsche Hersteller für Nutzfahrzeuge mit bis zu 1,5 t zulässigem Gesamtgewicht. Bis Ende der 70er Jahre erreichte das Werk mit 2.300 Mitarbeitern und einem Produktionsvolumen von 20.000 Einheiten seine Kapazitätsgrenze. Mit der Gründung der Hanomag-Henschel Fahrzeugwerke GmbH unter 51%-Beteiligung der Daimler-Benz AG erfolgte ab 1969 die völlige Umstrukturierung des Harburger Werkes vom Montage- zum Teile- und Aggregate-Werk – je etwa zur Hälfte für den Nutzfahrzeug und den Pkw-Bereich. Die Transporterfertigung wurde im Zuge dessen in ein größeres Werk nach Bremen verlagert. Die Hanomag Henschel Fahrzeugwerke übernahm als 100%-Tochter der Daimler-Benz AG 1974 die Herstellung von Pedal- und Fußhebelanlagen aus dem Daimler-Werk Untertürkheim, die Nutzfahrzeug-Gelenkwellenfertigung aus dem Werk Mannheim und die Schaltungsfertigung aus dem Werk Düsseldorf. Im Jahr 1978 war die Produktionsumstellung vom Montagewerk hin zum Produktionswerk für Kleinaggregate, Zubehör und Einzelteile abgeschlossen. Die offizielle Integration als Werk der Daimler AG erfolgte durch die rechtliche und namentliche Eingliederung am 1. Januar 1978.
Heute ist das Werk Hamburg ein bedeutender Partner im Powertrain-Produktionsverbund und fertigt neben hochwertigen Achsen- und Achskomponenten, Lenksäulen, Abgasanlagen sowie Leichtbaustrukturteile für Mercedes-Benz Pkws weltweit.
Daten, Zahlen, Fakten Werk Hamburg
Werksgeländefläche 327.000 m²
Produktionsfläche 126.000 m²
Produktion Achsen
für Mercedes-Benz Pkw und smartVorderachsen 431.781
Hinterachsen 453.100
Komponenten Abgastechnik, Bedienelemente, Lenksäulen, Strukturteile
Anzahl Mitarbeiter 2.565
Anzahl Auszubildende 150Stand: 12/2009

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    Karosseriebau im Tempo-Werk, Hamburg-Harburg in den frühen 1950er Jahren
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