Juan Manuel Fangio-Denkmal zum Nürburgring-Jubiläum

17.06.2002
Stuttgart
  • DaimlerChrysler Classic und Fangio Stiftung übergeben lebensgroße Bronze-Statue Fangios
  • Hommage an den fünffachen Formel-1 Weltmeister der 50er-Jahre
  • Symbol enger Verbundenheit von Mercedes-Benz mit der „Grünen Hölle“
Ein besonderes Geschenk zum 75. Geburtstag des Nürburgrings nimmt Geschäftsführer Dr. Walter Kafitz am 19. Juni 2002 entgegen: Eine lebensgroße Bronze-Statue Juan Manuel Fangios und den dazugehörigen Mercedes Silberpfeil W196, übergeben vom Präsidenten der Fangio Stiftung, Antonio Mandiola und Max-Gerrit von Pein, Leiter von DaimlerChrysler Classic.
Enthüllt wird die tonnenschwere Bronzestatue von den Mercedes--McLaren Fahrer-Stars von heute: David Coulthard und Kimi Raikkönen.
Die Plastik steht direkt vor dem Eingang der "Motorsport-Erlebniswelt" als attraktiver Foto-Spot. Die Besucher können im Cockpit der Rennwagen-Skulptur für "ein Erinnerungsfoto mit Fangio" Platz nehmen.
Fangio zählt zu den erfolgreichsten Rennfahrern der Automobilgeschichte und war die herausragendste Fahrerpersönlichkeit der Grand-Prix-Epoche nach dem Zweiten Weltkrieg. Er verstarb am 17. Juli 1995 im Alter von 84 Jahren.
Mit der posthumen Würdigung des noch heute populären Rennfahrer-Idols gewinnt die Erinnerung an diesen besonders fairen Sportsmann und wahren Gentleman neuen, sichtbaren Ausdruck. Gleichzeitig wird die traditionelle Verbundenheit von Mercedes-Benz mit dem legendären Eifel-Rundkurs, deren Wurzeln schon auf das Eröffnungsrennen 1927 zurückgehen, eindrucksvoll dokumentiert. Damals hieß der Sieger Rudolf Caracciola am Steuer eines Mercedes-Benz Typ S. Juan Manuel Fangio gewann auf dem historischen Nürburgring zwei Mal im Zeichen des Sterns: 1954 mit dem W 196-„Silberpfeil“ beim Großen Preis von Europa und 1955 im Cockpit eines 300 SLR beim Internationalen Eifel-Rennen.
Das über drei Tonnen schwere Bronze-Denkmal schuf der katalanische Künstler Joaquim Ros Sabaté im Auftrag des katalanischen Automobilclubs (RACC).
Der erste Abguss dieser Plastik steht an der Rennstrecke von Barcelona. Auf Initiative von DaimlerChrysler Classic werden in Abstimmung mit dem Künstler, der Fangio Stiftung in Balcarce, dem Geburtsort Fangios, wo auch sein Museum steht, und dem Co-Sponsor Repsol-YPF, von der spanischen Kunst-Gießerei Barberi fünf Abgüsse angefertigt. Auf welche Rennstrecken die vier weiteren Statuen kommen, wird noch entschieden.
Juan Manuel Fangio, von seinen Freunden respektvoll „El Chueco“, der „Krummbeinige“, genannt, kam am 24. Juni 1911 in Balcarce, 300 Kilometer südlich von Buenos Aires, zur Welt. 1936 bestritt er sein erstes Rennen mit einem geliehenen Wagen. Nur vier Jahre später siegte er beim argentinischen „Gran Premio Internacional“. 1950 fuhr er für Alfa Romeo und wurde 1951 erstmals Weltmeister. 1954 holte ihn der legendäre Rennleiter Alfred Neubauer als Mitglied der Mercedes-Benz Rennmannschaft ins Cockpit des W 196 -„Silberpfeils“. Noch im selben Jahr und 1955 wird er hintereinander Weltmeister. Nach dem Rückzug der Daimler-Benz AG aus dem Grand-Prix-Sport, holt sich Fangio 1956 auf Lancia-Ferrari und 1957 mit einem Maserati Titel vier und fünf. Im Jahr darauf beendet er, inzwischen 47-jährig , seine glanzvolle Motorsport-Karriere.
Fangio blieb bis zu seinem Tode ein sehr enger Freund von Mercedes-Benz und bis heute fühlt sich das Haus der Fangio-Stiftung besonders verpflichtet. Anlässlich der Enthüllung der Statue auf dem Nürburgring sagte David Coulthard, dass Fangio für ihn bis heute "...das Vorbild in Sachen Fairness im Motorsport" sei. Und für den Präsidenten der Fangio-Stiftung, Antonio Mandiola, ist die Platzierung des Monuments auf dem Nürburgring "... nicht nur eine Ehrung des großen Rennfahrers Fangio, sondern mehr noch die eines argentinischen Nationalhelden!"
Denkmal am Nürburgring. Die lebensgroße Bronze-Statue Juan Manuel Fangios und des Mercedes-Benz Silberpfeils W 196 R übergaben im Juni 2002 der Präsident der Fangio-Stiftung, Antonio Mandiola, und Max-Gerrit von Pein, damals Leiter von DaimlerChrysler Classic, der Öffentlichkeit.
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