Fahrerlager-Geschichten – Ian James: „Es wird erneut ein harter Kampf bis zum Schluss“

26.01.2022
Brackley

Während sich die Formel 1 auf die Fahrzeugpräsentationen und die ersten Testfahrten der neuen Ära vorbereitet, startet die Formel E an diesem Wochenende bereits in ihre achte Saison

  • Neuigkeiten aus den Mercedes-AMG Motorsport-Teams
  • 5 Fragen an Ian James
  • Social Media News: Was gibt’s Neues online?

Newssplitter

Beginn einer Ära: Die Formel 1-Saison 2022 bringt viele Neuerungen und Veränderungen mit sich. Neue Regeln, neue Autos und neue Herausforderungen bedeuten den Beginn einer neuen F1-Ära. Doch bevor am 20. März 2022 in Bahrain der Startschuss für die 73. Formel 1-Saison fällt, sind am 18. Februar alle Augen auf Silverstone gerichtet, wo das Team im Rahmen eines digitalen Launch-Events den neuen Mercedes-AMG F1 W13 E Performance vorstellen wird. Später an diesem Tag absolviert die Mannschaft ein Shakedown-Programm mit dem W13, um die ersten Systemchecks auf der Strecke in Silverstone abzuschließen. Die ersten Testfahrten stehen vom 23.-25. Februar in Barcelona auf dem Programm, zwei Wochen später findet vom 10.-12. März noch ein weiterer dreitägiger Test direkt vor dem Saisonauftakt in Bahrain statt.

Saisonauftakt in Diriyah: Bereits in dieser Woche kehrt das Mercedes-EQ Formel E Team auf die Rennstrecke zurück. Am Freitag und Samstag finden in Diriyah die ersten beiden Saisonläufe der ABB FIA Formel E Weltmeisterschaft statt. Am Steuer des Mercedes-EQ Silver Arrow 02 sitzen auch in dieser Saison erneut Weltmeister Nyck de Vries und sein Teamkollege Stoffel Vandoorne. Der Kurs entlang der historischen Stadtmauern des UNESCO Weltkulturerbes in Diriyah bescherte dem Team in den vergangenen beiden Jahren bereits einige Erfolge: In der Saison 6 fuhr Stoffel Vandoorne auf dem 2,494 km langen Kurs zweimal aufs Podium, in der Saison 7 erzielte Nyck de Vries im Auftaktrennen seinen ersten Sieg in der Formel E. In diesem Jahr erwarten das Team beim Saisonstart einige neue Herausforderungen, darunter ein neues Qualifying-Format, bei dem die Piloten nach den Gruppenphase in Kopf-an-Kopf-Duellen gegeneinander antreten. Zudem steht den Fahrern im Rennen mehr Leistung zur Verfügung und die Renndauer kann von der Rennleitung bei Safety-Car- oder Full-Course-Yellow-Phasen um bis zu 10 Minuten verlängert werden.

WINWARD Racing sichert sich beim Roar before the Rolex 24 die Pole Position in der GTD Klasse: Auf dem legendären Daytona International Speedway fand am Sonntag das Roar before the Rolex, ein Qualifikationsrennen für das 24-Stunden-Rennen am kommenden Wochenende, statt. In der 100-minütigen Session pilotierten Lucas Auer (AUT) und Russell Ward (USA) den Mercedes-AMG GT3 #57 von WINWARD Racing auf die Pole Position in der GTD-Klasse. Die #75 von SunEnergy1 Racing (P4), die #32 von Gilbert / Korthoff Motorsports (P5) und die #28 von Alegra Motorsports (P6) verschafften sich in dieser Klasse ebenfalls vielversprechende Ausgangspositionen für die 60. Ausgabe des Rolex 24 At DAYTONA.

Ähnlich erfolgreich verlief das Rennen, das jeweils nur zwei Fahrer pro Team bestritten, in der GTD-PRO-Klasse. Austin Cindric (USA) und Dirk Müller (GER) fuhren im Mercedes-AMG GT3 #15 von Proton USA zunächst auf den fünften Rang und profitierten im Anschluss von Strafen gegen die Konkurrenz. So darf das Duo, das beim 24-Stunden-Rennen von Patrick Assenheimer (GER) unterstützt wird, den Langstreckenklassiker von Platz drei in seiner Klasse in Angriff nehmen. Maro Engel (GER) und Jules Gounon (FRA) konnten sich in der #97 von WeatherTech Racing die fünfte Startposition im GTD-PRO-Klassement sichern. Das prestigeträchtige 24-Stunden-Rennen im US-Bundesstaat Florida beginnt am Samstag um 19:40 Uhr mitteleuropäischer- und 13:40 Uhr Ortszeit.

5 Fragen an Ian James

Ian, wie fühlt es sich für die Mannschaft an, zum ersten Mal als Gejagte anstatt als Jäger in die Meisterschaft zu gehen?

Ian James: Wir blicken der Saison 8 voller Spannung und Vorfreude entgegen. Jeder ist schon ganz heiß darauf, dass es wieder losgeht. Aber ich glaube nicht, dass sich unsere Herangehensweise dadurch erheblich verändern wird, dass wir nun vom Jäger zum Gejagten geworden sind. Uns erwarten immer noch die gleichen Herausforderungen wie in den Vorjahren und die Tatsache, dass wir die Weltmeisterschaft in der vergangenen Saison gewonnen haben, bedeutet für die kommende Saison nicht wirklich etwas. Wir wissen, wie eng es in dieser Meisterschaft zugeht und wie stark unsere Konkurrenten sind. Es wird erneut ein harter Kampf bis zum Schluss.

Steigt dadurch der Druck auf das Team und wie geht ihr damit um?

Ian James: Druck ist immer da. Aber wenn ich mir vor Augen halte, wie viele Stunden derzeit alle im Team arbeiten, ist es fantastisch zu sehen, dass der Hunger, um unser Potenzial auszuschöpfen, innerhalb des Teams noch immer vorhanden ist. Wir gehen die Saison mit der nötigen Bescheidenheit an, denn wir wissen, wie stark unsere Gegner sind und wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass die Entscheidung wieder erst ganz am Ende fallen wird. Aber der Druck ist immer vorhanden und das ist auch gut so. Wir wachsen mit dem Druck und begrüßen ihn. Wir freuen uns sehr darauf, dass die Saison bald wieder losgeht.

Legen wir das WM-Double beiseite, was waren die wichtigsten Lehren aus der vergangenen Saison, die das Team in Saison 8 noch stärker machen werden?

Ian James: Wir haben während der Saison 7 viel gelernt, besonders durch die Herausforderungen, die wir meistern mussten. Wir hatten einen guten Saisonstart, aber zur Saisonmitte hatten wir zu kämpfen. Dadurch haben wir gelernt, dass wir vielleicht in ein paar Bereichen zu hart gepusht haben, die uns nicht nach vorne gebracht haben. Stattdessen befanden wir uns dadurch leicht in der Defensive. Daraus haben wir gelernt: Wenn wir aus den Analysen die richtigen Schlüsse ziehen und mutig genug sind, unsere Arbeit in Frage zu stellen und einen Schritt zurück zu machen, um die Richtung zu ändern, dann können wir wieder zurück in die Spur finden. Es wäre sehr schön, wenn dies auch am Ende von Saison 8 so aufgehen würde. Das ist das Wichtigste. Wenn wir einen Weg eingeschlagen haben, von dem wir glauben, dass er nicht funktioniert, müssen wir den Reset-Button drücken und sicherstellen, dass wir die notwendigen Korrekturen vornehmen.

Also spielt die Anpassungsfähigkeit eine sehr wichtige Rolle dabei...

Ian James: Ja, die Anpassungsfähigkeit und der Mut, Dinge in Frage zu stellen und sich dort anzupassen, wo es notwendig ist. Die Kombination aus HPP in Brixworth sowie den Formel 1 und Formel E Rennteams in Brackley bildet ein starkes Dreigestirn.

Wie profitiert das Team von diesen Synergien?

Ian James: Uns war schon immer bewusst, dass unsere Leistung an die Mercedes-Benz Motorsportfamilie weitergegeben wird und das sehen wir auch in unserer Zusammenarbeit mit Mercedes AMG High Performance Powertrains in Brixworth. Die ganzen Erkenntnisse, die wir aus der Arbeit und Entwicklung ziehen konnten, die im Rahmen des Formel 1-Engagements stattgefunden hat, und die Tatsache, dass wir unseren eigenen Lernprozess in der Formel E damit vorantreiben können, sind echte Bereicherungen für uns. Hoffentlich können wir einiges davon durch unsere Entwicklung in der Formel E zurückgeben, damit die Formel 1 Power Unit auch in der Zukunft so leistungsstark wie möglich ist.

Ich habe schon oft darüber gesprochen, was wir von den kulturellen Aspekten und dem Erfolg des gesamten Teams hier in Brackley lernen können. Die viel zitierte „No-Blame“-Kultur, die wir hier haben, ist ebenfalls ein entscheidendes Element für unseren Erfolg. Wir sind sehr stolz darauf, Teil dieser Familie zu sein und das hat uns zweifelsohne die Gelegenheit gegeben, unsere Entwicklung zu beschleunigen. Damit hat es auch einen Teil zu unserem Titelgewinn beigetragen. Die Synergien, die es in der Motorsport-Familie gibt, sind nicht nur in der kommenden Saison relevant, sondern auch für die Zukunft. Diese Kultur und dieses Know-how, das wir hier aufgebaut haben, werden uns auch weiterhin zugutekommen und langfristig einen zentralen Bestandteil unseres Unternehmens bilden.

Social Media News

#RoadTo2022: Neues Jahr, neues Auto, neue Ära für die Formel 1! In der Saison 2022 ändert sich viel in der F1, James Allison stimmt uns auf die Neuerungen ein und verrät, warum sie eingeführt wurden.

Video ansehen: www.youtube.com/watch?v=A4c_0sM8P5U

#FiringUpW13: Der Beginn einer neuen Formel 1-Ära: Das erste Anlassen unseres 2022er F1-Boliden – der W13 lebt!

Video ansehen: www.youtube.com/watch?v=YI4PqFhvvaE

#MyJobInF1: In der neuesten Folge von „Mein Job in der F1“ stellen wir Victoria vor, ihres Zeichens Marketing Operations Director im Team. Egal, ob Sponsoren-Veranstaltung, Fahrzeuglackierung, Hospitality oder Teamkleidung: Victorias Aufgabe ist es, sicherzustellen, dass alle Marketingelemente von ihnen unterschiedlichen Teams gemäß den höchsten Standards erledigt werden.

Video ansehen: www.youtube.com/watch?v=NEdAi5c1YtY

#BehindTheScenes: Wir gewähren einen Blick hinter die verschlossenen Fabriktore am Renntag des Katar GP. Dabei lüften wir das Geheimnis: Was passiert vor, während und nach dem Rennen im Race Support Room?

Video ansehen: www.youtube.com/watch?v=YLXXmIPisgI

#TheNightShift: Wenn es Nacht wird und die meisten von uns bereits schlafen, geht die Arbeit in der Fabrik immer noch weiter! Vor ein paar Wochen haben wir uns der Nachtschicht angeschlossen, um zu erfahren, was unsere hart arbeitenden Teamkollegen so alles machen!

Video ansehen: www.youtube.com/watch?v=Kr48TlDTakk

#8xF1Champions: Wofür steht ein Team? Nicht nur die Pokale im Schrank. Es ist der Spirit. Was man bewältigt hat und wie einem das gelungen ist… Die Gegner, gegen die wir gefahren sind. Die Freunde, die wir gewonnen haben. Und die Freunde, die wir verloren haben. All das ist ein Teil von uns.

Video ansehen: www.youtube.com/watch?v=I88ClBH5jfA

Mercedes-EQ Formel E Team, Präsentation
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Mercedes-EQ Formel E Team, Präsentation
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Mercedes-EQ Formel E Team, Präsentation
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Mercedes-AMG GT3 #97, WeatherTech Racing, und Mercedes-AMG GT3 #28, Alegra Motorsports
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Mercedes-AMG GT3 #75, SunEnergy1 Racing
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Mercedes-AMG GT3 #57, WINWARD Racing
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Russell Ward (l.) und Lucas Auer, Mercedes-AMG GT3 #57, WINWARD Racing
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