Ein eigenes Museum für den Unimog

Gaggenau, 04.07.2006
  • Lebendiges Denkmal mit Fahrzeugen aus sechs Jahrzehnten
  • Ausstellungskonzept für die ganze Familie
  • Im Außenparcours mit dem Unimog über Stock und Stein
Der Kreis schließt sich: 1951 verlässt in Gaggenau der erste Unimog die Montagehalle des dortigen Daimler-Benz Werks. Heute beherbergt die Stadt ein Unimog-Museum. Es wird von einem privaten Verein getragen, wird aber als Partnermuseum von der DaimlerChrysler AG unterstützt. Die Ausstellung zeigt die gesamte Historie sowie die umfassenden Einsatzmöglichkeiten des „Universalmotorgeräts“, wie sein Name in voller Länge heißt. Und im Außengelände in einem eigens angelegten Geländeparcours kann man sich von den herausragenden Fahreigenschaften des Unimog überzeugen – natürlich vom Beifahrersitz aus.
Gaggenau ist eng mit dem Unimog verbunden. Mehr als 50 Jahre wurde das universelle Nutzfahrzeug dort gebaut, bis die Fertigung 2002 in das DaimlerChrysler Nutzfahrzeugwerk Wörth überführt wird. Um wenigstens die Geschichte in Gaggenau zu halten, beschließt der dort ansässige Unimog-Club den Bau eines Museums; der Club hat 5 000 Mitglieder in mehr als 30 Ländern, darunter sogar ein buddhistischer Mönch, der in Japan mit dem Unimog fährt. Ende 2002 entsteht der Verein Unimog-Museum.
Nach viel Organisationsarbeit und Eigenleistung der Vereinsmitglieder eröffnet das Museum an einem historischen Tag: am 3. Juni 2006 – genau 55 Jahre zuvor, im Jahr 1951, verließ der erste Unimog U 2010 die Montagehalle des Daimler-Benz Werks Gaggenau. Die Museumseröffnung vollziehen der Günther H. Oettinger, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, und Andreas Renschler, Vorstandsmitglied der DaimlerChrysler AG für die Sparte Nutzfahrzeuge. Am Premierenwochenende kommen rund 8 000 Besucher.
Das neue Museum als lebendiges Denkmal mit Fahrzeugen aus sechs Jahrzehnten präsentiert viel Technik zum Selbsterleben, aber auch Themen, die weit über das Fahrzeug hinaus gehen. Der Museums-Besucher folgt einem Zeitstrahl und erlebt die verschiedenen Stationen der Welt- und Technikgeschichte von 1945 an. Aufbereitet für den Unimog-Insider, aber auch für Technik-Einsteiger, die sich für Zusammenhänge interessieren, die auf den ersten Blick nichts mit einem Nutzfahrzeug zu tun haben: Wie hat sich die Weltgeschichte auf den Unimog ausgewirkt? Was verbindet den Unimog mit Hollywood? Und warum ist der Unimog einem Elefanten überlegen? Selbst Elvis und Franz Beckenbauer sind Teil der Schau.
Schließlich sollen mit dem neuen „ Familien-Museum“ zwischen Rastatt und Freudenstadt verschiedene Zielgruppen angesprochen werden – bis hin zum jüngsten Nachwuchs, für den Rätsel und Spiele rund um Technik geboten werden. Aber auch Kunst und Kultur bekommen im Unimog-Museum ihren eigenen Rahmen.
Größtes Highlight ist der Außenparcours, wo die Faszination Unimog als Beifahrer direkt erfahrbar ist. Über Stock und Stein, verschiedene Schikanen und einen Hügel rauf und runter. Wen der Unimog-Bazillus befallen hat, der kann sogar ein Fahrertraining buchen, um selbst den Parcours zu meistern.
Neben Dauer-Exponaten wechseln sich immer wieder verschiedene Ausstellungen ab, angereichert mit Unimog der verschiedenen Baureihen, darunter auch Schmuckstücke der Mitglieder, die im Übrigen im Gebäude eine eigene Schrauberwerkstatt für ihre Schätze haben. Ein häufiger Exponatwechsel soll Anreiz bieten für erneute Besuche. Ein Museums-Shop mit Sammelobjekten rund um den Unimog, darunter das Kinderbuch „’s Moggele“, runden das Angebot ebenso ab wie ein Bistro mit rund 50 Plätzen innen sowie 90 Plätzen auf der Terrasse und einem integrierten Veranstaltungsraum für private Feste oder Firmenanlässe.

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