Die Veedol-Frau: Mercedes-Benz Museum Inside Nr. 22/2021

Die Veedol-Frau: Mercedes-Benz Museum Inside Nr. 22/2021

15.01.2021
Stuttgart
  • Werbeklassiker der 1950er- und 1960er-Jahre des Schmierstoffherstellers Veedol
  • Maskottchen der Fernfahrer
  • Schnelligkeit, Leichtigkeit und Sexappeal
  • „33 Extras“: Exponate der Automobilkultur im Mercedes-Benz Museum

Stuttgart. 160 Fahrzeuge und insgesamt 1.500 Exponate präsentiert die vielfältige Dauerausstellung des Mercedes-Benz Museums. Ein besonderer Bestandteil sind die „33 Extras“: Sie lassen am Beispiel oft überraschender Details Mobilitätshistorie und Automobilkultur lebendig werden. Die Newsletter-Reihe Mercedes-Benz Museum Inside lenkt den Blick auf die „33 Extras“ und bringt ihre Geschichten auf den Punkt. In der heutigen Folge geht es um die Veedol-Frau.

22/33: Die Veedol-Frau

Flott voran: Auf Schlittschuhkufen gleitet diese Frau über imaginäres Eis. Die Geschwindigkeit sieht man ihr förmlich an. Schnelligkeit und Leichtigkeit sowie eine erotische Ausstrahlung charakterisieren diese berühmte Figur. Geschaffen als Blech- oder Emailleschild macht sie Werbung für die Schmierstoffe von Veedol.

Wintermotiv: Die Veedol-Frau ist ein Klassiker der Werbung. 1952 tritt sie das erste Mal auf. Da trägt sie noch Pudelmütze, Handschuhe und Rollkragenpullover – ganz die elegante Schlittschuhläuferin. Der rote Unternehmensschriftzug ziert ihren Pullover. Die Marke Veedol gehört ursprünglich zum US-amerikanischen Konzern Tidewater Oil, der die deutsche Tochter 1925 gründet. Heute ist Veedol Teil des indischen Unternehmens Tide Water Oil India.

Der Künstler: Entworfen hat die Figur der Werbegrafiker Heinz Fehling, damals kein Unbekannter. Er arbeitet für unterschiedliche Kunden und Branchen: von Aral über Blaupunkt bis zu Sinalco. Auch Titelseiten von Zeitschriften wie „Motor und Sport“ gestaltet Fehling. Manche Experten sagen, dass die Veedol-Frau sein wichtigstes Werk sei. Modell steht ihm für das Motiv vermutlich Vera Marks, die Schönheitskönigin „Miss Germany“ des Jahres 1951.

Pin-up-Girl: Fehling gestaltet die Veedol-Frau mehrfach neu und passt sie dem Bild einer verführerischen Frau im amerikanischen Pin-up-Stil an. In Deutschland war sie die erste Werbefigur dieser Art. Ein körperbetonter kurzer Dress lenkt den Blick auf ihr tiefes Dekolleté und die langen Beine. Der Unternehmensschriftzug steht nun auf einer weißen Schärpe, die einer Wettbewerbsauszeichnung ähnelt.

Siegesbewusst: Die Leichtlaufeigenschaft der Schmierstoffe von Veedol bleibt das Leitmotiv der blonden Frau. Mit dieser Botschaft strahlt sie den Betrachter sieges- und selbstbewusst an. Häufig prangt der Veedol-Schriftzug deshalb auch auf Bandenwerbung an den Rennstrecken dieser Welt.

Überall dabei: Die Veedol-Frau wirbt in Autowerkstätten für den Schmierstoff. In den 1950er- und 1960er-Jahren gleitet sie außerdem auf Schlittschuhkufen den „Kapitänen der Landstraße“ voran. Am Kühlergrill von Lastwagen montiert, ist sie so auf dem ganzen Kontinent unterwegs. Mit ihrer verführerischen Ausstrahlung triumphiert sie als Maskottchen der Fernfahrer, als „Verlobte Europas“.

Die Veedol-Frau: ein berühmtes Werbemotiv des Schmierstoffherstellers. Entworfen hat es 1952 der Grafiker Heinz Fehling und greift mit dieser Umsetzung die Themen Leichtigkeit und Geschwindigkeit auf. Die Veedol-Frau ist eines von „33 Extras“ im Mercedes-Benz Museum. (Fotosignatur der Mercedes-Benz Archive: D587875)
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Die Veedol-Frau: ein berühmtes Werbemotiv des Schmierstoffherstellers. Entworfen hat es 1952 der Grafiker Heinz Fehling und greift mit dieser Umsetzung die Themen Leichtigkeit und Geschwindigkeit auf. Die Veedol-Frau ist eines von „33 Extras“ im Mercedes-Benz Museum. (Fotosignatur der Mercedes-Benz Archive: D587876)
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Die Veedol-Frau: ein berühmtes Werbemotiv des Schmierstoffherstellers. Entworfen hat es 1952 der Grafiker Heinz Fehling und greift mit dieser Umsetzung die Themen Leichtigkeit und Geschwindigkeit auf. Die Veedol-Frau ist eines von „33 Extras“ im Mercedes-Benz Museum. (Fotosignatur der Mercedes-Benz Archive: D587878)
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Die Veedol-Frau: ein berühmtes Werbemotiv des Schmierstoffherstellers. Entworfen hat es 1952 der Grafiker Heinz Fehling und greift mit dieser Umsetzung die Themen Leichtigkeit und Geschwindigkeit auf. Die Veedol-Frau ist eines von „33 Extras“ im Mercedes-Benz Museum. (Fotosignatur der Mercedes-Benz Archive: D587879)
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Die Veedol-Frau: ein berühmtes Werbemotiv des Schmierstoffherstellers. Entworfen hat es 1952 der Grafiker Heinz Fehling und greift mit dieser Umsetzung die Themen Leichtigkeit und Geschwindigkeit auf. Die Veedol-Frau ist eines von „33 Extras“ im Mercedes-Benz Museum. (Fotosignatur der Mercedes-Benz Archive: D587881)
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Großer Preis von Frankreich, 4. Juli 1954: Mercedes-Benz erzielt mit dem neuen Formel-1-Rennwagen Mercedes-Benz W 196 R in der Ausführung mit Stromlinienkarosserie gleich beim ersten Rennen einen Doppelsieg. Das Foto zeigt den späteren Sieger Juan Manuel Fangio. Sein Teamgefährte Karl Kling kommt auf Platz 2. Im Hintergrund Bandenwerbung des Schmierstoffherstellers Veedol. (Fotosignatur der Mercedes-Benz Archive: 54084-15)
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Großer Preis von Frankreich, 4. Juli 1954: Mercedes-Benz erzielt mit dem neuen Formel-1-Rennwagen Mercedes-Benz W 196 R in der Ausführung mit Stromlinienkarosserie gleich beim ersten Rennen einen Doppelsieg – Juan Manuel Fangio vor Karl Kling. Rennleiter Alfred Neubauer zeigt ihnen ihre Führung vor Prinz Bira auf Maserati an, der auf Platz 4 ins Ziel kommt. Im Hintergrund Bandenwerbung des Schmierstoffherstellers Veedol. (Fotosignatur der Mercedes-Benz Archive: C21903)
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Domäne Fernverkehr: Mercedes-Benz 1632 (1974 bis 1983) als Pritschenwagen mit Dreiachsanhänger von Wackenhut. (Fotosignatur der Mercedes-Benz Archive: 74101-18)
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Domäne Fernverkehr:  Mercedes-Benz LP 1319 (1970 bis 1976), Frontlenker-Pritschenwagen mit Zweiachsanhänger. (Fotosignatur der Mercedes-Benz Archive: A470)
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