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30 Jahre im Zeichen des Sterns – Mercedes-Benz Werk in Ludwigsfelde feiert Jubiläum

08.02.2021
Ludwigsfelde
  • Vom LKW zum Transporter - Neustart nach der Wende
  • Wirtschaftskraft und Sicherheit für die Region
  • Produktion im Wandel der Zeit

Ludwigsfelde – Vor genau 30 Jahren lief mit einem Lkw LN2 das erste Mercedes-Benz Fahrzeug vom Band in Ludwigsfelde, dem heute drittgrößten Transporterwerk von Daimler weltweit. Heute rollen täglich rund 200 der so genannten offenen Baumuster des Sprinter (Fahrgestell, Pritsche, Triebkopf) vom Band, jährlich deutlich mehr als 50.000. Bis heute wurden bereits mehr als 820.000 Fahrzeuge der Marke mit dem Stern im Brandenburger Werk produziert und in alle Welt verkauft.

Vom LKW zum Transporter – Neustart nach der Wende

Den Anfang machte der LKW mit der Typbezeichnung LN2, schnell gefolgt vom ersten Transporter, dem T2, der ebenfalls seit 1991 bis ins Jahr 1996 gebaut wurde. Auf den T2 folgte der Vario und schließlich der Mercedes-Benz Sprinter, dessen offene Baumuster seit 2006 in Brandenburg gebaut werden. Aktuell wird in Ludwigsfelde die dritte Sprinter-Generation mit seinen Derivaten dem Windläufer und dem Triebkopf gebaut. Diese sind die Grundlage für viele verschiedene Fahrzeugarten wie beispielsweise Rettungswagen, Reisemobile oder Kühltransporter.

Wirtschaftskraft und Sicherheit für die Region

Schon vor drei Jahrzehnten war das Werk in Ludwigsfelde einer der größten und damit wichtigsten industriellen Arbeitgeber der Region. Anlässlich des Jubiläums betont Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke: „Was vor 30 Jahren seinen Anfang nahm, hat sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. Ich bin froh, dass der frühere DDR-Fahrzeugbau in Ludwigsfelde dank des Einstiegs von Mercedes-Benz nach 1990 stabilisiert und ausgebaut werden konnte. Ludwigsfelde gehört damit zu den Erfolgsgeschichten der Deutschen Einheit. Mit dem Stuttgarter Traditionsunternehmen hat Brandenburg einen seit langem verlässlichen und starken Wirtschaftspartner. Der Landesregierung ist die derzeit schwere Lage der Unternehmen und ihrer Beschäftigten in Zeiten der Corona-Pandemie bewusst. Wir setzen alles Mögliche daran, weiterhin für gute Rahmenbedingungen zu sorgen, damit wir nach dem absehbaren Ende der Pandemie gut durchstarten können. Und das gilt natürlich auch für die Sprinter Produktion in Ludwigsfelde. Im vergangenen Sommer habe ich das Werk besucht. Und mir ein Bild von der Sprinter Produktion unter Coronabedingungen mit besonderen Schutzmaßnahmen gemacht. Die Einsatzbereitschaft der Belegschaft und die in dem Werk hohen Anforderungen an die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten sind beeindruckend.“

In den vergangenen Jahren hat Mercedes-Benz Vans viel in die Zukunft des Werkes investiert, insgesamt rund eine Milliarde Euro. „Das Werk ist eine tragende Säule in unserem weltweiten Produktionsverbund“, sagt Dr. Ingo Ettischer, Leiter Produktion bei Mercedes-Benz Vans. „Wir haben bereits in den vergangenen Jahren die Weichen gestellt, um Ludwigsfelde für die Zukunft aufzustellen, vor allem angesichts der Transformation hin zu elektrischen und vernetzten Transportern. Hinzu kommt die zunehmende Digitalisierung der Produktion. All das erfordert Innovationskraft, Know-how und Professionalität – was die Ludwigsfelder Mannschaft eindrücklich jeden Tag unter Beweis stellt.“

Das wichtigste Kapital: Die Mannschaft

Heute arbeiten in Ludwigsfelde mehr als 2.000 Menschen bei Mercedes-Benz, der größte Teil an der Produktion der neusten Generation des Sprinter. „Es gibt einen entscheidenden Faktor, der unseren nachhaltigen Erfolg hier am Standort bestimmt: Unsere Mannschaft“, sagt Werkleiter und Geschäftsführer der Mercedes-Benz Ludwigsfelde GmbH, Dr. Markus Keicher. „Nur mit den richtigen Menschen kann man über einen so langen Zeitraum hinweg erfolgreich Fahrzeuge produzieren. Es braucht eine eingespielte Mannschaft, die jeden Tag aufs Neue alles dafür gibt, dass die Fahrzeuge den Anforderungen der Kunden entsprechen und sich auf den Straßen weltweit behaupten - über Jahre hinweg.“

Produktion im Wandel der Zeit

Die Produktion hat sich in den vergangenen 30 Jahren stark verändert und das Werk wurde kontinuierlich weiterentwickelt. Dank seiner Effizienz und zahlreichen Innovationen zählt Ludwigsfelde heute zu den modernsten Standorten des Konzerns. In den vergangenen Jahren hat die Digitalisierung zunehmend Einzug in die Produktion bei Mercedes-Benz Vans gehalten, sei es in Form von fahrerlosen Transportsystemen, Exoskeletten oder der Einsatz von RFID-Chips in Logistikprozessen.

Ergänzende Zitate:

Produktion im Wandel der Zeit

Steffen Seidel, Leiter Serienvorbereitung im Werk Ludwigsfelde, seit fast 30 Jahren im Werk und mit Blick auf die Produktion im Wandel der Zeit: „Als wir 1991 die ersten Fahrzeuge gebaut haben, sah es hier in der Produktion noch ganz anders aus als heute. Der manuelle Anteil der Tätigkeiten ist einem wesentlich höheren Automatisierungsgrad gewichen. Heute bauen wir deutlich mehr als 200 Fahrzeuge am Tag in zwei Schichten, was vor 30 Jahren schwer vorstellbar war. Möglich wird das durch die Innovationskraft der Mannschaft, neue Fertigungstechnologien, die Verbesserung der Ergonomie an den Arbeitsplätzen und eine stetige Verbesserung in der Serienvorbereitung. Hier halten seit Jahren modernste Methoden der Digitalisierung, der Teilefertigung, des Aufbaus von Vorserienfahrzeugen und der Schulungsmethodik der Produktionsmitarbeiter permanent Einzug. Damit wurden und werden auch komplexe und extrem herausfordernde Produktanläufe wie bei den verschiedenen Sprinter Generationen im Ludwigsfelder Werk zuverlässig gemeistert. Persönlich fasziniert mich das Spannungsfeld zwischen den immer anspruchsvolleren Produktentwicklungen und der Umsetzung in unserer Fabrik in der zunehmend digitalisierten Welt.“

Gemeinsam gewachsen – Ludwigsfelde und Mercedes-Benz

Andreas Igel, Bürgermeister der Stadt Ludwigsfelde über lokale Verwurzelung des Mercedes-Benz Werkes: „Wir haben viel gemeinsam geschafft und die Geschichte der Stadt Ludwigsfelde ist – nicht erst seit 30 Jahren - untrennbar mit der Erfolgsgeschichte des Werkes verbunden.“ Und weiter: „Das Werk hat dazu beigetragen, dass Ludwigsfelde in den vergangenen Jahrzehnten ein attraktiver Standort für seine Einwohner geworden und geblieben ist. Die Stadt und die Region konnte sich nicht nur mit, sondern vor allem durch den Standort von Mercedes-Benz stetig weiterentwickeln. Wir als Stadt sind stolz auf diese langjährige verlässliche Partnerschaft und gratulieren der Geschäftsführung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu 30 Jahren ‚Mercedes-Benz Made in Ludwigsfelde‘! Wir werden alles dafür tun, diese Partnerschaft im Sinne der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Menschen in der Region weiter zu stärken!“, verspricht Igel.

Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke besucht Mercedes-Benz Ludwigsfelde. Im Bild, v.l.n.r.: Dr. Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg; Dr. Markus Keicher, Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werk Ludwigsfelde.
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