20 Flüchtlinge starten Brückenpraktikum im Mercedes-Benz Werk Mannheim

Mannheim, 11.04.2016
  • Brückenpraktikum in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit dauert 14 Wochen
  • Praktischer Arbeitseinsatz und Deutschkurs sollen Weg in deutschen Arbeitsmarkt ebnen

Mannheim - Am 11. April beginnen 20 Flüchtlinge und Asylbewerber ein sogenanntes Brückenpraktikum im Mercedes-Benz Werk Mannheim. Die Teilnehmer wurden von der Bundesagentur für Arbeit und den Jobcentern Heidelberg, Mannheim, Rhein-Neckar-Kreis, Viernheim, Wiesloch und Worms ausgewählt. Sie stammen aus Afghanistan, Äthiopien, Eritrea, Iran, Irak, Kamerun, Nigeria und Syrien und sind zwischen 22 und 40 Jahre alt. Neben einem praktischen Teil in der Motorenproduktion und in der Logistik besuchen die Praktikanten täglich einen Deutschkurs. Erfolgreiche Teilnehmer werden nach dem Brückenpraktikum an Unternehmen, Zeitarbeitsfirmen oder in eine Berufsausbildung weitervermittelt.

Andreas Moch, Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werk Mannheim sagt: „ Wir bauen hier am Standort Mannheim Motoren und Busse in höchster Qualität. Das gelingt uns vor allem dank unserer vielfältigen Belegschaft, die Teamwork unabhängig von Herkunft oder Kultur jeden Tag erfolgreich lebt. Diese Erfahrung geben wir den Teilnehmern der Brückenpraktika gern weiter.“

Dr. Marcus Nicolai, Leiter Produktion Daimler Buses: „Es ist für uns ein Selbstverständnis, unserer gesellschaftlichen Verantwortung hier in Mannheim nachzukommen. Wir bieten den Teilnehmern mit unseren Brückenpraktika neben einem informativen Einblick in unsere Produktionsabläufe auch eine gute Vorbereitung für ihre weitere berufliche Entwicklung.“

Joachim Horner, Betriebsratsvorsitzender des Werks Mannheim: „Die Menschen, die hierherkommen und vor Krieg und Zerstörung geflohen sind, möchten sich eine bessere Zukunft aufbauen. Dazu gibt ihnen das Brückenpraktikum eine gute Chance. Ich bin froh und stolz über die große Bereitschaft der Belegschaft, sich zu engagieren und den Brückenpraktikanten den Weg in den deutschen Arbeitsmarkt zu ebnen.“

Die ersten sechs Wochen finanziert die Bundesagentur für Arbeit. In den restlichen Wochen vergütet Daimler die Arbeitszeit auf Basis des Mindestlohngesetzes. Dreieinhalb Stunden pro Werktag arbeiten die Brückenpraktikanten im praktischen Teil, in jeweils dreieinhalb weiteren Stunden lernen sie deutsch. Die Finanzierung der Deutschkurse übernimmt Daimler für die komplette Dauer der Brückenpraktika.

Brücke in den Arbeitsmarkt

Daimler hatte im November 2015 das erste Brückenpraktikum mit 40 Teilnehmern in Stuttgart gestartet. Es endete Anfang März 2016. Nahezu alle Teilnehmer konnten an Zeitarbeitsfirmen weitervermittelt werden, zwei Teilnehmern wird ein Ausbildungsplatz bei Daimler angeboten. Weitere Praktika starteten in den Mercedes-Benz Werken Berlin, Bremen, Gaggenau, Ludwigsfelde, Rastatt, Wörth und im Global Logistics Center Germersheim. In den nächsten Wochen und Monaten sind zusätzliche Brückenpraktika an weiteren Standorten geplant. Insgesamt werden allein im ersten Halbjahr 2016 rund 300 Flüchtlinge ein Brückenpraktikum in technischen Funktionen bei Daimler wahrnehmen können. In Abstimmung sind zudem Brückenpraktika für kaufmännische Funktionen. Für das zweite Halbjahr sind weitere Brückenpraktika in Planung.

Darüber hinaus stellt Daimler 50 zusätzliche Ausbildungsplätze für Flüchtlinge zur Verfügung. Diese Plätze kommen zu den üblichen Ausbildungsplätzen hinzu. Schon länger haben Werke, Niederlassungen und die Konzerntochter EvoBus Praktika, Einstiegsqualifizierungen und Ausbildungsplätze für junge Flüchtlinge gestartet. Knapp 50 Teilnehmer sind oder waren dabei in verschiedenen Berufsfeldern im Einsatz.

Unternehmen treibt weitere Hilfsaktionen voran

Neben der beruflichen Integration engagiert sich Daimler auch bei der sozialen Integration der Flüchtlinge und unterstützt zahlreiche Hilfsaktionen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Bandbreite der beschlossenen bundesweiten Hilfsaktionen reicht von der Finanzierung weiterer Deutschkurse für Flüchtlinge bis zur Unterstützung bei Renovierungen von Flüchtlingsunterkünften. Zudem stellt das Unternehmen eine sogenannte „Helferflotte“ aus Mercedes-Benz Fahrzeugen für Hilfsorganisationen zur Verfügung.

Daimler ist bereits seit längerem in der Flüchtlingshilfe aktiv. Seit 2013 hat das Unternehmen in Zusammenarbeit mit „Luftfahrt ohne Grenzen e.V.“ bislang vier Hilfskonvois für syrische Flüchtlingslager in die Türkei und zwei Hilfsflüge in den Nordirak geschickt. Der jüngste Hilfskonvoi wurde im Februar zur Nothilfe der SOS-Kinderdörfer für Flüchtlinge in Serbien und Mazedonien entsendet. Der Stadt Stuttgart stellt Daimler für die nächsten drei Jahre jeweils 100.000 Euro für einen Welcome-Fonds zur Verfügung. Mit weiteren 100.000 Euro unterstützt Daimler die Bürgerstiftung Sindelfingen, diese Summe fließt unter anderem in Projekte zur Integration von neu ankommenden Flüchtlingen.

Im September 2015 spendete das Unternehmen eine Million Euro an den Verein „Bild hilft e.V. - Ein Herz für Kinder“. Jeder Cent dieser Spende fließt direkt in Hilfsprojekte für Flüchtlingskinder. Zudem hatte Daimler zwecks Flüchtlingsnothilfe zur Spende an das Deutsche Rote Kreuz aufgerufen. Der von den Beschäftigten gespendete Betrag wurde vom Unternehmen auf über 600.000 Euro verdoppelt.

Daimler ist in nahezu allen Ländern der Welt aktiv. Internationalität und das respektvolle Miteinander verschiedener Nationalitäten sind seit Jahrzehnten gelebter Alltag, allein in Deutschland arbeiten rund 140 Nationalitäten.

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