50 Jahre Ausbildung: Kunst aus der Dose zum Ausbildungsjubiläum

50 Jahre Ausbildung: Kunst aus der Dose zum Ausbildungsjubiläum
28.
Mai 2014
Wörth
  • Auszubildende gestalten Gebäudefassade
  • Weltrekordversuch mit Graffiti-Künstler René Turrek
  • Yaris Pürsün, Leiter Mercedes-Benz Werk Wörth: „Voller Stolz blicken wir auf eine lange Automobiltradition und Unternehmensgeschichte zurück. Graffiti ist eine jugendliche Kunstform, die wir nutzen möchten, um junge Menschen für unser Unternehmen zu begeistern.“
  • Zahlreiche Aktionen zum 50-jährigen Ausbildungsjubiläum
  • 1964: Ausbildungsbeginn mit 20 Betriebsschlossern
Eine besondere Aktion steht im Mittelpunkt des Sommerfests anlässlich von 50 Jahren Ausbildung im Lkw-Werk Wörth. Auszubildende, Studenten der Dualen Hochschule und Ausbilder nehmen am 28. Mai gemeinsam die Spraydose in die Hand und gestalten die Fassade ihres Ausbildungsgebäudes. Das Projekt ist Teil zahlreicher Aktionen zum 50-jährigen Jubiläum der Ausbildung im Werk.
Zusammenarbeit für die Kunst
Durch das gemeinsame Graffiti von über 500 Auszubildenden und Schülern der umliegenden Kooperationsschulen sowie Teilnehmern des Sommerfests soll ein Gesamtkunstwerk entstehen, das ab Juli die Außenfassade der Ausbildungswerkstatt des Mercedes-Benz Werks Wörth zieren wird. Das Motiv für die Aktion wurde von den Auszubildenden entworfen und wird nach Vorlage des Graffiti-Künstlers René Turrek gesprayt. Das endgültige Bild wird durch das Zusammensetzen einzelner besprühter Platten entstehen. Mit dem Kunstwerk, das am Berufsinformationstag enthüllt wird, soll ein Weltrekord aufgestellt werden. Die Zahl der künstlerisch beteiligten Personen gibt den Ausschlag, ob es das Graffiti in das Guinnessbuch der Rekorde schafft.
„Voller Stolz blicken wir auf eine lange Automobiltradition und Unternehmensgeschichte zurück. Graffiti ist eine jugendliche Kunstform, die wir nutzen möchten, um junge Menschen für das Unternehmen zu begeistern. Wir freuen uns, das Wörther Ausbildungsjubiläum farbenfroh zu begehen und unseren Daimler Trucks Nachwuchs tatkräftig in die Zukunftsgestaltung einzubinden“, sagt Werkleiter Yaris Pürsün anlässlich des Sommerfestes.
Ann-Kathrin Weiss, stellvertretende Vorsitzende der Jugend- und Auszubildendenvertretung: „Unsere Azubis waren von der Motiventwicklung bis zur Gestaltung mit viel Herzblut dabei. Gemeinsam mit der Jugend- und Auszubildendenvertretung haben sie gezeigt, dass sie am Standort richtig was bewegen können. Dafür danke ich ihnen.“
Jahr des Ausbildungsjubiläums
Im Werk Wörth steht das ganze Jahr 2014 im Zeichen des besonderen Jubiläums. Nachdem bereits im April die ersten, 1964 im Mercedes-Benz Werk ausgebildeten Betriebsschlosser ihrer ehemaligen Ausbildungsstätte einen Besuch abstatteten, wird das 50-jährige Ausbildungsjubiläum auch im weiteren Jahresverlauf von weiteren Aktionen begleitet. Neben dem Graffiti-Projekt und der feierlichen Enthüllung des Gesamtkunstwerkes am Berufsinformationstag am 5. Juli haben die Auszubildenden beispielsweise auch eine Woche den Speiseplan des Wörther Betriebsrestaurants gestaltet und die Essensausgabe übernommen. Außerdem moderieren sie in diesem Jahr die drei Jubilarfeiern mit über 900 Jubilaren und radelten gerade erst auf den Spuren von Bertha Benz für den guten Zweck.
„Indem wir junge Menschen bei ihrem Start ins Berufsleben begleiten und ihnen echte „Wörth Arbeit“ vermitteln, sichern wir uns einen zentralen Baustein für den Erfolg des Standorts. Wir fördern junge Menschen bereits seit 50 Jahren und sind stolz, dass fast drei Viertel der Auszubildenden im späteren Karriereverlauf dem Lkw-Werk treu bleiben “, freut sich Daniel Brunner, Ausbildungsleiter Mercedes-Benz Werk Wörth.
Ausbildungsstandort Mercedes-Benz Werk Wörth
Ein halbes Jahrhundert ist es her, dass die ersten 20 Auszubildenden ihre Karriere im südpfälzischen Lkw-Werk begannen. Sie alle wurden zum Betriebsschlosser ausgebildet. Fünf Jahre später, 1969, startete die kaufmännische Ausbildung mit 15 Lehrlingen. Die „Männerdomäne“ in technischen Berufen wurde in Wörth 1978 durchbrochen, als sieben Mädchen sich entschieden Betriebs- und Kfz-Schlosserinnen zu werden.
1986, kurz nach dem zwanzigjährigen Ausbildungsjubiläum in Wörth, konnte der 2.000ste Auszubildende begrüßt werden. Bis zum heutigen Tag haben in Wörth fast 5.400 Jugendliche ihren Weg ins Berufsleben begonnen. Mittlerweile gibt es neun verschiedene Ausbildungsberufe, sechs davon technischen Bereich und drei im kaufmännischen. Fünf duale Hochschul-Studiengänge komplettieren das Ausbildungsangebot für junge Erwachsene im Mercedes-Benz Werk Wörth.

Ansprechpartner

Medien

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  • 14A562
    v.l.n.r.: Renè Turrek, Graffiti-Künstler, Yaris Pürsün, Leiter Werk Wörth, Ann-Kathrin Weiss, stellvertretende Vorsitzende der Jugend- und Auszubildendenvertretung und Daniel Brunner, Ausbildungsleiter starten den Rekordversuch
  • 14A563
    v.l.n.r.: Yaris Pürsün, Leiter Mercedes-Benz Werk Wörth, Ann-Kathrin Weiss, stellvertretende Vorsitzende der Jugend-und Auszubildendenvertretung, Daniel Brunner, Ausbildungsleiter Werk Wörth und René Turrek, Graffiti-Künstler
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    Auszubildende des Werks beim Weltrekordversuch
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    Am 22. Mai begab sich eine 50-köpfige Gruppe aus dem Werk Wörth, bestehend aus Auszubildenden, Ausbildern und Mitarbeitern der Sportgemeinschaft Stern auf die Spuren von Bertha Benz. Geradelt  wurde die Strecke, die Bertha Benz mit dem dreirädrigen Benz Patent-Motorwagen Nummer 3 im August 1888 zurücklegte und die als erste erfolgreiche Fernfahrt mit einem Automobil gilt. Start war vor dem Carl Benz-Museum in Ladenburg. Ziel war das rund 100 km entfernt gelegene Pforzheim. Für die Auszubildenden nicht nur eine schöne Teamerfahrung - das ganze hatte auch einen guten Zweck: das Werk unterstützt die Aktion mit 2.000 Euro, die an die Fachklinik Ludwigsmühle gehen. Die Klinik, die sich um die Rehabilitation von Suchtabhängigen kümmert, gestaltet mit der Ausbildung des Werkes Wörth regelmäßig eine Informationsveranstaltung rund um das Thema Suchtprävention für die Auszubildenden.
  • 14A566
    Anlässlich des Ausbildungsjubiläums präsentieren die Auszubildenden eine Woche im Mai ihr eigenes Aktionsmenü im Betriebsrestaurant. Die Auszubildenden haben vielen Gerichten ihre eigenen Namen verliehen: "Aktenstapel" ist eine leckere hausgemachte Lasagne,  "Rostige Kleinladungsträger" sind rostige Ritter mit Vanillesoße und Blaubeeren,"Jubiläumsschnitzel" ist ein traditionelles Schweineschnitzel, Rustic Fries & Salat. In der Aktionswoche gaben die Auszubildenden nicht nur die besten sechs Menüvorschläge im Betriebsrestaurant in der „Pasta Ecke“ selbst aus, sondern stellen zusätzlich ihre Ausbildung bzw. ihre Berufe vor.
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