Die neue A-Klasse: Vorbildliche Akustik dank intensiver Entwicklungsarbeit

27.10.2004
Stuttgart
Die neue Mercedes-Benz A-Klasse glänzt durch ein beispielhaftes Geräuschverhalten. Sie ist deutlich leiser als andere Fahrzeuge ihrer Klasse. Die Ingenieure haben mithilfe modernster Prüfstände eine besonders angenehme Akustik ohne lästige Störgeräusche entwickelt. Damit bietet die zweite Generation des Mercedes-Kompaktwagens auch klanglich das Komfortniveau einer großen Limousine und übernimmt in ihrer Klasse Vorbildfunktion.
Die herausragenden akustischen Qualitäten der neuen A-Klasse erzielten die Geräusch-Spezialisten von Mercedes-Benz durch konsequente und akribische Entwicklungsarbeit, bei der sie sich modernster Rechner- und Prüfstandtechnik bedienten. Noch ehe der erste Prototyp gebaut wurde, untersuchten leistungsstarke Computer, wie sich die einzelnen Karosseriebauteile bei Schwingungen verhalten werden, die Motor oder Achsenbewegungen verursachen. Anschließend musste der zuvor im virtuellen Raum optimierte Rohbau in einem Strukturdynamikprüfstand in der Praxis sein exzellentes Schwingungsverhalten bei verschiedenen kritischen Frequenzen beweisen.
Obwohl die ersten Messergebnisse bereits sehr gut ausfielen, drangen die Akustiker im Laufe dieses Prozesses für die neue A-Klasse auf weitere Verbesserungen. So wurden zum Beispiel als zusätzliche Versteifungen in drei Bereichen des Hauptbodens und in der Ersatzradmulde Bleche eingeklebt. Ebenso erhielt die A-Klasse eine Stirnwand aus Verbundblech, das in der Schalldämpfung einen um beachtliche fünf dB (A) besseren Wert ermöglichte.
Auf dem Außengeräuschprüfstand musste jede einzelne Motor-Getriebe-Kombination vielfältige Testläufe absolvieren, bei denen sie links und rechts von je 21 in einer Reihe aufgestellten Mikrofonen belauscht wurden, um zu ergründen, wie laut Passanten die neue A-Klasse beim Beschleunigen und Vorbeifahren wahrnehmen. Dabei hat das kompakte Mercedes-Modell die gesetzlichen Grenzwerte deutlich unterboten.
Mit Hilfe des Innengeräuschprüfstands erprobten die Klang-Fachleute von Mercedes-Benz, mit welchen Maßnahmen sie eine möglichst angenehme akustische Atmosphäre für Fahrer und Passagiere schaffen konnten. Dabei entschieden sie sich beispielsweise für einen geklebten Dachhimmel, der die Schallabstrahlung gegenüber einem konventionell befestigten deutlich reduziert und zur Luftschallabsorption beiträgt. Weitere Fortschritte ermöglichen innovative Dämmstoffe wie beispielsweise Melaminharzschaum für die Schallabsorption des Antriebs anstelle der bisher verwendeten Mischfaserwerkstoffe. Das neue Material ist um ein Viertel teurer, wiegt aber bei gleicher Leistung rund 40 Prozent weniger. Für andere Bereiche wählten die Experten mit ähnlichem Effekt statt Mischfaservlies sorten-reines Mikrofaservlies.
Akustische Feinabstimmung eliminiert Störgeräusche
Neben dem Ziel, den Gesamtschallpegel zu reduzieren, kümmerten sich die Mercedes-Akustiker mit besonderer Akribie darum, lästige Störungen auszufiltern, die von Schwingungen und Vibrationen verursacht werden. Dazu fahndeten sie mit sensiblen Messinstrumenten nach den Bauteilen, die Ursache für ein nervendes Nebengeräusch waren und optimierten sie so lange, bis sie den Störfaktor eliminiert hatten.
Der akustischen Feinabstimmung dienten insgesamt 19 aufwändige Messeinrichtungen zur Geräuschoptimierung. Dazu zählte beispielsweise auch der Hallraum, in dem die Schalldurchlässigkeit einzelner Komponenten wie Türen oder Bodenblech gemessen und verbessert wurde. Oder der Kleinaggregate-Prüfstand, mit dessen Hilfe für bestimmte Komponenten wie zum Beispiel den Motoren der elektrischen Fensterheber ein angenehmes Arbeitsgeräusch entwickelt wurde.
Besondere Bedeutung kam der Aero-Akustik zu, denn ab 100 bis 110 km/h spielen im Auto die Windgeräusche die größte Rolle im Konzert der Töne. In einem Flüster-Windkanal, der fast ohne Eigengeräusche Windgeschwindigkeiten bis zu 260 km/h ermöglicht, suchten die Aero-Akustiker nach störenden Geräuschquellen, um sie in sorgfältiger Detailarbeit auszuschalten.
Erklärtes Ziel war allerdings kein vollkommen geräuschloses Fahrzeug. Denn Fahrgeräusche informieren den Fahrer über den jeweiligen Fahrzustand und regen auch emotional an. Deswegen definierten die Akustiker für jedes Aggregat und jeden Fahrzustand ein gewünschtes Zielgeräusch. „Sound-Engineering“ nennen dies Fachleute. Die neue A-Klasse klingt sonor, Kraft ausstrahlend, solide, aber keinesfalls aufdringlich. Schließlich muss auch der kompakte Mercedes-Benz wie ein Großer klingen.
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