Daimler Trucks treibt Modulstrategie Powertrain voran

Daimler Trucks treibt Modulstrategie Powertrain voran
08.
März 2013
Stuttgart
  • Getriebe aus Gaggenau für den Freightliner Cascadia
  • Antriebsstrang aus einem Guss jetzt auch für US-Markt
  • Dr. Frank Reintjes: „Damit bieten wir einen integrierten Heavy-Duty-Antriebsstrang an, der in unseren verschiedenen Fahrzeugmarken weltweit zum Einsatz kommt."
Im Mercedes-Benz Werk Gaggenau lief in diesen Tagen das erste Getriebe mit der Bezeichnung Detroit Transmission 12 Gear, kurz „DT12“ für den Einsatz im Freightliner-Lkw Cascadia vom Band. Damit setzt Daimler Trucks einen weiteren Schritt in der Modul- und Gleichteilestrategie um und bietet auch auf dem amerikanischen Markt einen integrierten Antriebsstrang mit den Heavy-Duty-Motoren und den eigenen Achsen aus Detroit an. Bei den Getrieben handelt es sich um die bereits im neuen Actros und im Fuso Super Great bewährten PowerShift-Modelle G 281-12K und G 330-12K, die für den Einsatz im US-Truck nur geringfügig modifiziert wurden. Die Markteinführung des Getriebes unter der Marke Detroit ist stufenweise ab Mai 2013 geplant.
Dr. Frank Reintjes, seit 1. Januar 2013 verantwortlich für Global Powertrain, Procurement und Manufacturing Engineering Trucks: „Mit dem „DT12“-Getriebe aus Gaggenau für Freightliner in den USA setzen wir die Gleichteilestrategie konsequent weiter um. Damit bieten wir bei Daimler Trucks ab jetzt einen integrierten Heavy-Duty-Antriebsstrang an, der in unseren verschiedenen Fahrzeugmarken weltweit zum Einsatz kommt. So erhöhen wir die Qualität, sichern die Rendite und erschließen mit einem geringen Aufwand neue Märkte. Wir unterstreichen damit unseren Anspruch, so global wie möglich und so lokal wie nötig zu agieren.“
Eines der Hauptziele war, die Getriebe für diesen Schritt so wenig wie möglich zu verändern. Daran hat ein Projektteam aus deutschen und US-amerikanischen Spezialisten seit 2010 erfolgreich gearbeitet. So wurde lediglich die Steuerung der Bordspannung von 24 auf 12 Volt angepasst. Außerdem änderten sich Anschlüsse und Anschraubpunkte an den Gehäusen zur Montage im Fahrzeug sowie der Abtriebsflansch. Alle internen Teile des Getriebes wurden unverändert übernommen. Damit ist dieses Gemeinschaftsprojekt ein Paradebeispiel für die weitere Umsetzung der Commonality-Strategie, der Verwendung gleicher Aggregate in mehreren Daimler Trucks Fahrzeugmarken.
Anders als in Deutschland sind US-Trucks heute meist mit manuellen, unsynchronisierten Getrieben ausgestattet. Jedoch steigt das Interesse an automatisierten Getrieben wie dem DT 12 auch auf dem US Getriebemarkt. Gestiegene Dieselpreise rücken den Verbrauch der Trucks immer weiter in den Fokus. Hier können die gewichtsoptimierten und effizienten Getriebe aus Gaggenau punkten. Auch wird es für die US-Spediteure zunehmend schwieriger gut ausgebildete Fahrer zu finden, die mit den vorherrschenden, manuellen Getrieben sparsam und materialschonend umgehen können. Die automatisierten Getriebe machen dies auch weniger geübten Fahrern möglich. Ein weiteres Argument für die automatisierten Getriebe ist die hohe
Steuerungsintegration zwischen den Detroit Heavy-Duty-Motoren und den Detroit-Getrieben, die ein Wettbewerber in dieser Form nicht bieten kann und die ebenfalls der Kraftstoffersparnis dient.

Ansprechpartner

  • Powertrain plants & Gaggenau, Kassel, Mannheim
  • Tel: +49 711 17-41552
  • Fax: +49 711 17-79035352

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    Das erste Getriebe mit der Bezeichnung Detroit Transmission 12 Gear, kurz „DT12“ für den Einsatz im Freightliner-Lkw Cascadia lief in diesen Tagen im Mercedes-Benz Werk Gaggenau vom Band. Damit setzt Daimler Trucks einen weiteren Schritt in der Modul- und Gleichteilestrategie um und bietet auch auf dem amerikanischen Markt einen integrierten Antriebsstrang (Daimler Photo: Do not use for advertising purposes)
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