Neues Sicherheitsniveau: Intelligente Assistenzsysteme mit geschärftem Blick

08.02.2013
Was mit dem PRE-SAFE® System vor zehn Jahren begann und mit DISTRONIC PLUS seine Fortsetzung fand, führt bei Mercedes-Benz zu einer neuen Dimension des Autofahrens: Komfort und Sicherheit verschmelzen miteinander. Für Autofahrer und Automobilentwickler eröffnen sich neue Perspektiven. Mercedes-Benz nennt dies „Intelligent Drive“. Die E-Klasse hat auf Wunsch eine Vielzahl neuer Assistenzsysteme an Bord, die das Autofahren komfortabler und sicherer machen. 
Serienmäßig sind in den Hauptmärkten Limousine und T-Modell mit dem COLLISION PREVENTION ASSIST ausgerüstet, einer radargestützten Kollisionswarnung mit Bremsassistent. Er verringert die Gefahr eines Auffahrunfalls deutlich. Ebenfalls zum Serienumfang gehört der ATTENTION ASSIST, der nun in einem erweiterten Geschwindigkeitsbereich vor Unaufmerksamkeit und Müdigkeit warnen sowie den Fahrer über seinen Ermüdungszustand und die Fahrtdauer seit der letzten Pause informieren kann. Außerdem bietet er eine einstellbare Empfindlichkeitsstufe. 
„Intelligente Assistenzsysteme der Zukunft analysieren komplexe Situationen und erkennen dank verbesserter Umfeldsensorik Gefahrenpotenzial im Straßenverkehr noch besser als heute“, erläutert Prof. Dr. Thomas Weber, Daimler-Vorstand für Konzernforschung und Leiter Mercedes-Benz Cars Entwicklung. „ Bildlich gesprochen: Die neue E-Klasse hat nicht mehr nur vorne Augen, sondern einen 360-Grad-Rundumblick.“  
Entscheidend ist die Vernetzung aller Systeme – „Sensor-Fusion“ nennen dies die Sicherheitsexperten. Mercedes-Benz baut die Leistungsfähigkeit der Assistenzsysteme ständig weiter aus. Ziel ist Rundumschutz nicht nur für die Insassen eines Mercedes-Benz Modells, sondern auch für alle anderen Partner im Straßenverkehr. 
Das Potenzial der neuen Systeme, Unfälle zu vermeiden oder Unfallfolgen zu mindern, ist groß, so Weber: „Nehmen Sie als Beispiel das neue Assistenz-system BAS PLUS mit Kreuzungs-Assistent. Nach den Berechnungen unserer Unfallforschung auf Basis der GIDAS-Daten (German In-Depth Accident Study) lassen sich damit 27 Prozent aller Kreuzungsunfälle mit Personenschaden vermindern oder vermeiden. In Deutschland entspricht das zirka 20.000 Unfällen pro Jahr.“ 
Neue Sensoren, neue Sinne, neue Intelligenz  
Die Grundlage für neuartige Funktionen liefern hochmoderne Sensoren und entsprechende vernetzte Algorithmen. Einen großen Schritt macht Mercedes-Benz mit der Einführung der Stereo Multi Purpose Camera (SMPC), kurz Stereokamera. Analog zur bisherigen Multi Purpose Camera (MPC) ist sie hinter der Frontscheibe im Bereich des Innenspiegels platziert. Sie hat einen Öffnungswinkel von 45 Grad und kann querende Objekte und Fußgänger räumlich erfassen und ihre Bahn berechnen. Dank zweier „Kameraaugen" kann sie im Bereich bis zirka 50 Meter vor dem Fahrzeug dreidimensional sehen und hat insgesamt bis zu einer Entfernung von 500 Metern das Umfeld vor dem Fahrzeug im Blick. Die neue Kamera liefert damit Daten, die von unterschiedlichen Systemen weiterverarbeitet werden.  
Intelligente Algorithmen werten diese Informationen aus und können damit in einem großen Sichtbereich entgegenkommende, vorausfahrende und querende Fahrzeuge, aber auch Fußgänger sowie verschiedene Arten von Verkehrs-zeichen und Straßenmarkierungen erkennen und räumlich einordnen.  
Sind die Objektive der Stereokamera die Augen des Autos, so dienen die Radarsensoren gleichsam als die Ohren und liefern zusätzliche Daten. Die Radarsensorik besteht aus zwei Nahbereichsradarsensoren im vorderen Stoßfänger mit einer Reichweite von 30 Meter und einem Öffnungswinkel von 80 Grad. Ergänzt wird sie von einem Fernbereichsradar (200 Meter, 18 Grad) mit Mittelbereichserfassung (60 Meter, 60 Grad). Die Daten von Kamera und Radar werden in einem Steuergerät fusioniert und liefern so systemrelevante Daten für die entsprechenden Funktionen. 
Komfortable Unterstützung bei der Querführung: DISTRONIC PLUS mit Lenk-Assistent 
Der Abstandsregeltempomat DISTRONIC PLUS entlastet den Fahrer dabei, das eigene Fahrzeug im gewünschten Abstand zu einem vorausfahrenden Fahrzeug zu halten, wenn dieses langsamer als die gewählte Wunschgeschwindigkeit fährt. Diese radarbasierte Grundfunktion ist nun um den Lenk-Assistenten erweitert, der den Fahrer bei der Querführung des Fahrzeugs unterstützt. Indem er auf gerader Straße und sogar in leichten Kurven ein Lenkmoment erzeugt, hilft er dem Fahrer dabei, in der Mitte der Spur zu bleiben. 
Die Stereokamera erkennt Fahrbahnmarkierungen sowie vorausfahrende Fahrzeuge in ihrer räumlichen Lage und gibt diese Informationen an die elektrische Lenkunterstützung weiter. Bei langsamer Fahrt, z. B. im Stau, kann sich der Lenk-Assistent am Vorausfahrzeug orientieren, selbst wenn keine oder uneindeutige Fahrbahnmarkierungen sichtbar sind, und so ein teilautonomes Staufolgefahren ermöglichen. Dadurch kann das System den Fahrkomfort steigern und den Fahrer in vielen Verkehrssituationen deutlich entlasten.  
Die neue Teilfunktion Lenk-Assistent in der DISTRONIC PLUS basiert maßgeblich auf der neuen Stereokamera. Gleichzeitig überwachen wie bisher zwei Nahbereichs-Radarsensoren sowie ein Fernbereichs-Radarsensor mit Mittelbereichserfassung das Umfeld vor dem Fahrzeug. Das System fusioniert die erfassten Daten aus beiden Technologien, berechnet notwendige Reaktionen und steuert bedarfsgerecht Motorleistung, Getriebe und Bremse für die Längsregelung sowie die elektrische Lenkung für die Querregelung. 
Die DISTRONIC PLUS mit Lenk-Assistent ist im Geschwindigkeitsbereich von 0 - 200 km/h wie bisher über einen Wählhebel am Lenkrad aktivierbar. Die Wunschgeschwindigkeit kann dabei zwischen 30 km/h und 200 km/h gewählt werden. Über ein grünes Lenkrad-Symbol im Kombiinstrument wird angezeigt, wenn der Lenk-Assistent bei aktivierter DISTRONIC PLUS in Funktion ist. Längsregeleingriffe (Tempomatfunktion) werden wie bisher über Kreissegmente und Tachonadel in der Geschwindigkeitsanzeige dargestellt. 
Der Fahrer muss auch bei aktivem Lenk-Assistent die Hände immer am Lenkrad haben, da die Funktion nur oberhalb geschwindigkeitsabhängiger, definierter Kurvenradien aktiv ist. Auch aus gesetzlichen Gründen ist das freihändige Fahren nicht vorgesehen. Das System ist so feinfühlig konzipiert, dass die Sensoren erkennen können, ob die Hände des Fahrers am Lenkrad sind. Falls nicht, wird zunächst optisch gewarnt. Reagiert der Fahrer nicht auf diesen Hinweis, ertönt ein Warnton und die Querführung wird deaktiviert. Die Längsregelung bleibt davon unberührt und ist weiter verfügbar.  
Selbstverständlich kann der Fahrer den Lenk-Assistenten stets überstimmen. Signalisiert er etwa mittels des Blinkers, dass er die Fahrspur wechseln möchte, bleibt die Querunterstützung für die Dauer des Fahrspurwechsels passiv. 
Die Leistungsfähigkeit der Basisfunktion DISTRONIC PLUS wurde erneut gesteigert. So kann das System ohne Eingriff des Fahrers jetzt mit bis zu 5 m/s² bremsen. Bei Betätigung der „S“-Taste für das Fahrprogramm erfolgt eine höhere Beschleunigung. Auch bei erkanntem Überholwunsch, also Betätigung des Blinkers, beschleunigt das Fahrzeug bei freier Strecke dynamischer.  
Durch die Kombination von Radar und Kamera kann DISTRONIC PLUS auch einscherende Fahrzeuge und Vorausfahrzeuge auf den Nebenspuren erkennen und frühzeitig darauf reagieren. Damit kann zum Beispiel unerlaubtes Rechtsüberholen auf Autobahnen und autobahnähnlichen Bundesstraßen vermieden werden, indem die Geschwindigkeit auf Fahrzeuge auf der linken Fahrspur eingeregelt wird.  
Bremsunterstützung auch bei Querverkehr: BAS PLUS mit Kreuzungs-Assistent  
Kreuzungsunfälle verursachen häufig nicht nur Sach-, sondern auch schwere Personenschäden. Der neue Bremsassistent BAS PLUS mit Kreuzungs-Assistent von Mercedes-Benz kann deshalb den Fahrer nicht nur im Längs-verkehr darin unterstützen, Auffahrunfälle zu vermeiden oder deren Folgen zu mindern. Er kann durch die neue Funktion Kreuzungs-Assistent auch bei drohenden Kollisionen mit dem Querverkehr an Kreuzungen unterstützen.  
Erkennt das vorausschauende System solch eine Gefahrensituation, fordert es den Fahrer durch optische und akustische Warnung zur Notbremsung auf. Betätigt der Fahrer die Bremse zu zaghaft, erhöht BAS PLUS automatisch den Bremsdruck für eine wirksame Gefahrenbremsung, notfalls bis zur Vollbremsung. Durch die situationsgerecht dosierte Bremsung wird auch dem Folgeverkehr ein möglichst großer Bremsweg zur Verfügung gestellt. 
Die Funktion Kreuzungs-Assistent ist im Geschwindigkeitsbereich bis etwa 72 km/h wirksam, der BAS PLUS kann im Längsverkehr im gesamten Geschwindigkeitsbereich unterstützen. 
Der Bremsassistent PLUS mit Kreuzungs-Assistent hat das Potenzial, rund 27 Prozent aller Kreuzungsunfälle mit Personenschaden zu vermeiden oder in ihrer Schwere zu mindern. In Deutschland entspricht das zirka 20.000 Unfällen pro Jahr (Quelle: Untersuchungen der GIDAS – German In‑D epth Accident Study – sowie Mercedes-Benz Unfallforschung). 
Mit Fußgängererkennung und Stadtbremsfunktion: BAS PLUS und PRE-SAFE® Bremse  
Die Funktionen BAS PLUS und PRE-SAFE® Bremse wurden um eine Fußgängererkennung erweitert. Außerdem wurde die autonome Bremsung auf Vorausfahrzeuge deutlich optimiert.  
Durch die Kombination von Stereokamera und Radarsensoren können Fußgänger im Bereich vor dem Fahrzeug erkannt werden. Bei erkannter Gefahr wird optisch und akustisch gewarnt. Reagiert der Fahrer durch Bremsen, wird durch BAS PLUS bei Bedarf die Verzögerung situationsgerecht bis hin zur Vollbremsung verstärkt. Reagiert der Fahrer nicht, bremst die PRE‑SAFE® Bremse das Fahrzeug autonom ab. Die PRE-SAFE® Bremse mit Fußgängererkennung ist bis etwa 72 km/h aktiv und kann Fußgängerunfälle bis zu einer Ausgangsgeschwindigkeit von 50 km/h autonom vermeiden.  
Auswertungen von GIDAS-Unfalldaten zeigen, dass mit dieser neuen Technik sechs Prozent der Fußgängerunfälle vermieden werden können und weitere 41 Prozent weniger schwere Folgen nach sich ziehen. Der Funktionsbereich der autonomen Bremsung auf stehende Fahrzeuge wurde so optimiert, dass ebenfalls bis 50 km/h ein Auffahrunfall vermieden werden kann.  
BAS PLUS mit Kreuzungs-Assistent und die PRE-SAFE® Bremse mit Fußgängererkennung nutzen die gleichen Sensoren, die auch für den adaptiven Abstandsregeltempomat DISTRONIC PLUS mit Lenk-Assistent eingesetzt werden: die neue Stereokamera sowie die mehrstufige Radarsensorik.
Reagiert auch auf unterbrochene Linien: Aktiver Spurhalte-Assistent 
Der weiterentwickelte Aktive Spurhalte-Assistent kann jetzt auch bei unbeabsichtigtem Überfahren einer unterbrochenen Linie eingreifen, wenn die Nachbarspur belegt ist und dadurch beim Spurwechsel Kollisionsgefahr entstehen kann. Das System erkennt dies anhand der Informationen der Stereokamera und des Radarsystems. Dieses wurde um einen Hecksensor erweitert, der in Kombination mit den weiteren Sensoren im vorderen und hinteren Stoßfänger wirksam ist.  
Kritische Situationen, die vom Aktiven Spurhalte-Assistenten erkannt werden können, sind z. B. überholende oder zu überholende Fahrzeuge oder Parallelverkehr; das System ist aber auch bei Gegenverkehr wirksam. Bei erkannter belegter Nachbarspur warnt das System den Fahrer beim Überfahren der Fahrbahnmarkierung nicht nur haptisch durch gepulste Lenkradvibrationen, sondern korrigiert mit einem einseitigen Bremseingriff über ESP® die Spur ein. Es ergänzt somit optimal den Aktiven Totwinkel-Assistenten und ermöglicht erstmals auch die Vermeidung der oft folgenschweren Kollisionen im Gegenverkehr.  
Der Aktive Spurhalte-Assistent ist im Geschwindigkeitsbereich von 60 - 200 km/h aktiv. Wird Fahreraktivität erkannt, z. B. durch aktives Lenken, Bremsen oder Beschleunigen sowie bei betätigtem Blinker, werden die Warnung und der spurkorrigierende Bremseingriff unterdrückt. 
Erkennt jetzt auch Überhol- und Einfahrverbote: Verkehrszeichen-Assistent 
Ein weiterer Beitrag von Mercedes-Benz zur Unfallvermeidung ist ein neuer Verkehrszeichen-Assistent, der die Fähigkeiten des bisherigen Geschwindigkeitslimit-Assistenten weiter ausbaut. Das System erkennt jetzt auch Überholverbote und kann vor Einfahrverboten warnen. 
Die Kamera an der Innenseite der Frontscheibe erfasst wie bisher ausgeschilderte Geschwindigkeitsbegrenzungen, auch z. B. von Schilderbrücken oder in Baustellen. Ihre Daten werden mit den Informationen des Navigationssystems abgeglichen und können sowohl im Kombiinstrument als auch in der Kartenansicht angezeigt werden. Nimmt die Kamera keine Straßenschilder wahr, die ein Tempolimit vorschreiben, oder wurde ein Tempolimit aufgehoben, werden auf Basis der Navigationsdaten die gesetzlichen Geschwindigkeitsbegrenzungen angezeigt. Dazu zählen zum Beispiel in Deutschland maximal 100 km/h auf der Landstraße oder 50 km/h innerorts. 
Auch Überholverbote und die jeweiligen Aufhebungsschilder werden registriert und angezeigt. Bei Einfahrverboten mit entsprechender Beschilderung erfolgt zusätzlich eine optische und akustische Warnung im Kombiinstrument – ein wirksamer Beitrag zur Vermeidung von schweren Unfällen durch „ Geisterfahrer“.  
Müdigkeit sichtbar gemacht: ATTENTION ASSIST 
Müdigkeit wird in Deutschland für ein Viertel aller Autobahn-Unfälle verantwortlich gemacht und ist demnach eine der häufigsten Unfallursachen mit meist gravierenden Folgen. Mercedes-Benz präsentierte 2009 den ATTENTION ASSIST, der anhand der Veränderung des Lenkverhaltens sowie einer Vielzahl weiterer Parameter Anzeichen von Unaufmerksamkeit und zunehmender Müdigkeit erkennen kann.  
Das System wurde konsequent weiterentwickelt und ist in der neuen Ausprägung in der Lage, Müdigkeit und Unaufmerksamkeit in einem deutlich erweiterten Geschwindigkeitsbereich von 60 - 200 km/h zu erkennen. Außerdem lässt sich die Empfindlichkeit des Systems, z. B. für bereits müde einsteigende Fahrer, einstellen. 
Ein neues Menü im Display des Kombiinstruments macht das System erlebbarer und transparenter, indem der aktuelle Attention Level und die Fahrtdauer seit der letzten Pause dargestellt werden. Außerdem ist erkennbar, ob das System in der derzeitigen Fahrsituation aktiv ist.  
Das System kann über entsprechende Auswahl im Menü des Kombiinstruments deaktiviert werden, ist aber beim Neustart des Fahrzeugs immer automatisch in der letzten gewählten Empfindlichkeitsstufe aktiviert. 
Automatisches Ein- und Ausparken in Längs- und Querparklücken: Aktiver Park-Assistent 
Der Aktive Park-Assistent ermöglicht automatisches Einparken mit aktiven Lenk- und Bremseingriffen in Längs- und Querparklücken. Er ist eine Weiterentwicklung des bisher angebotenen Systems PARKTRONIC mit Parkführung. Darüber hinaus kann das System das Fahrzeug aus Längsparklücken nun auch mit automatischen Lenk- und Bremseingriffen selbstständig ausparken, wenn es zuvor automatisch eingeparkt wurde. 
Bei Geschwindigkeiten unterhalb 30 km/h vermessen Ultraschallsensoren mit erweiterter Reichweite in den Seitenwangen der Stoßfänger die rechte Fahrbahnseite und detektieren geeignete Längs- und Querparklücken. Bei Betätigung des linken Blinkers erfolgt dieser Vorgang entsprechend auf der linken Seite des Fahrzeugs. Ein Symbol im Kombiinstrument zeigt an, dass das System misst. Wird eine geeignete Parklücke erkannt, zeigt ein Pfeil neben dem Symbol die Bereitschaft des Systems zum automatischen Parkvorgang an. Legt der Fahrer den Rückwärtsgang ein und bestätigt per OK-Taste am Lenkrad, ist das System aktiv.  
Der Aktive Park-Assistent lenkt und bremst das Fahrzeug automatisch und zeigt im Display jeweils die notwendigen Fahreraktionen, wie Einlegen der richtigen Fahrstufe, an. Die Fahrzeugbeschleunigung übernimmt der Fahrer durch leichtes Gasgeben oder Lösen der Bremse.  
Blendfreies Dauerfernlicht: Adaptiver Fernlicht-Assistent Plus 
Rund 20 Prozent der Gesamtfahrstrecken in Deutschland werden bei Nacht absolviert. Hierbei geschehen 40 Prozent aller Unfälle. Eine Hauptursache dafür ist schlechte Sicht. Nach einer Studie der University of Michigan kann Fernlicht nur in acht Prozent der Fahrzeit genutzt werden – also viel zu selten. Es ist davon auszugehen, dass der im Vergleich zu den USA deutlich dichtere Straßenverkehr Deutschlands die Nutzungsdauer für das Fernlicht noch mehr einschränkt. 
Der Adaptive Fernlicht-Assistent Plus ermöglicht jetzt erstmals Fahren mit Dauerfernlicht, indem erkannte Verkehrsteilnehmer im Lichtkegel ausgeblendet werden. Erkennt das kamerabasierte System Gegenverkehr oder vorausfahrenden Verkehr, passt es bei eingeschaltetem Fernlicht die Lichtverteilung entsprechend der Verkehrssituation an. Der Fahrer kann das Fernlicht permanent eingeschaltet lassen und dessen Reichweite nutzen, ohne andere Verkehrsteilnehmer damit zu belästigen oder gar zu gefährden. Manuelle Ein- und Ausschaltvorgänge entfallen, wodurch auch insgesamt die Fahrzeiten mit Fernlicht deutlich erhöht werden. 
Der Adaptive Fernlicht-Assistent Plus nutzt die ebenfalls neue Stereokamera, die auch andere Assistenzsysteme verwenden. Erkennt ihr Bilderkennungs-Algorithmus ein entgegenkommendes oder vorausfahrendes Fahrzeug, steuert er eine Mechanik im Scheinwerfermodul an. Diese blendet den Bereich im Fernlichtkegel der LED-Scheinwerfer aus, in dem sich andere Fahrzeuge befinden, so dass deren Fahrer nicht geblendet werden. Befinden sich Verkehrsteilnehmer außerhalb des von der Mechanik ausblendbaren Bereichs, z. B. bei Kurvenfahrt mit mehreren relevanten Fahrzeugen, nutzt das System die bekannte Funktion der Leuchtweitenregulierung im Abblendlicht. 
Mögliche Eigenblendungen durch die verstärkte Nutzung des Fernlichts und stark reflektierende Schilder am Straßenrand werden erkannt und durch gezieltes Dimmen der Scheinwerfer vermieden. 
Der Adaptive Fernlicht-Assistent Plus ist eine Weiterentwicklung des 2009 von Mercedes-Benz eingeführten Adaptiven Fernlicht-Assistenten. Erkennt dieses System mithilfe einer Kamera Gegenverkehr oder vorausfahrenden Verkehr, blendet es ab und passt automatisch die Leuchtweite des Abblendlichts situationsabhängig an. Es sorgt so für eine weite Ausleuchtung der Straße, ohne andere Fahrer zu blenden. Die adaptive Leuchtweitenregulierung im Abblendlichtbereich mit weichen Übergängen führt außerdem zu einem ruhigeren Lichtbild mit geringer Akkommodationszeit für die Augen. 
Auf einen Blick
Die wichtigsten neuen Funktionen der Assistenzsysteme von Mercedes-Benz  
Komfortorientierte Assistenz
DISTRONIC PLUS mit Lenk-Assistent
unterstützt dabei, die Spur zu halten,
 
beherrscht Staufolgefahren
Sicherheit Längsführung
BAS Plus
kann auch querende Fahrzeuge erkennen
und die Fahrerbremsung verstärken, kann Fußgänger erkennen und die Fahrerbremsung verstärken
 
PRE-SAFE® Bremse
kann Fußgänger erkennen, bis 50 km/h 
Kollisionen mit Fußgängern oder stehenden Fahrzeugen mittels autonomer Bremsung vermeiden und bis 72 km/h die Kollisionsschwere mindern
Sicherheit nach hinten
PRE-SAFE® PLUS
kann drohende Heckkollisionen erkennen,
löst PRE-SAFE® Insassenschutzmaßnahmen bei drohender Heckkollision aus, bremst stehendes Fahrzeug bei einer Heck-kollision fest, um die Insassenbelastung zu reduzieren und Sekundärkollisionen zu vermeiden
Sicherheit Querführung
Aktiver Spurhalte-Assistent
kann Gegenverkehr und belegte
Nachbarspur erkennen und unbeabsichtigtes Spurverlassen durch einseitige Bremsung verhindern
Sicherheit bei Nacht
Adaptiver Fernlicht-Assistent Plus
ermöglicht blendfreies Dauerfernlicht durch
Ausblenden anderer Fahrzeuge im Fernlichtkegel
Sicherheit beim Parken
Aktiver Park-Assistent
kann in Längs- und Querparklücken mit
automatischen Lenk- und Bremseingriffen einparken, kann aus Längsparklücken automatisch ausparken
Fahreraufmerksamkeit und -zustand
ATTENTION ASSIST
kann in einem erweiterten
Geschwindigkeits­bereich von 60 bis 200 km/h vor Unaufmerksamkeit und Müdigkeit warnen, kann den Fahrer über seinen Ermüdungs-zustand und die Fahrtdauer seit der letzten Pause informieren, bietet eine einstellbare Empfindlichkeitsstufe
Mercedes-Benz E-Klasse, Modelljahr 2013, Technik, Der Adaptive Fernlicht-Assistent Plus (englische Version)
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Mercedes-Benz E-Klasse, Modelljahr 2013, Technik, Der Adaptive Fernlicht-Assistent Plus
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Mercedes-Benz E-Klasse, Modelljahr 2013, Technik, Aktiver Spurhalte-Assistent
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Mercedes-Benz E-Klasse, Modelljahr 2013, Technik, Aktiver Park-Assistent
12C1368_05
Mercedes-Benz E-Klasse, Modelljahr 2013, Technik, Aktiver Spurhalte-Assistent (englische Version)
12C1368_04
Mercedes-Benz E-Klasse, Modelljahr 2013, Technik, Aktiver Park-Assistent (englische Version)
12C1368_06
Mercedes-Benz E-Klasse, Modelljahr 2013, Technik, PRE-SAFE® PLUS
12C1368_11
Mercedes-Benz E-Klasse, Modelljahr 2013, Technik, Aktiver Spurhalte-Assistent (englische Version)
12C1368_08
Mercedes-Benz E-Klasse, Modelljahr 2013, Technik, DISTRONIC PLUS mit Lenk-Assistent
12C1368_09
Mercedes-Benz E-Klasse, Modelljahr 2013, Technik, DISTRONIC PLUS mit Lenk-Assistent (englische Version)
12C1368_10
Mercedes-Benz E-Klasse, Modelljahr 2013, Technik, Aktiver Spurhalte-Assistent
12C1368_07
Mercedes-Benz E-Klasse, Modelljahr 2013, Technik, PRE-SAFE® PLUS (englische Version)
12C1368_12
Mercedes-Benz E-Klasse, Modelljahr 2013, Technik, Intelligent Drive, Fahrassystenzsysteme (englische Version)
12C1368_16
Mercedes-Benz E-Class, Modelljahr  2013, Technik, Verkehrszeichen-Assistent
12C1368_17
Mercedes-Benz E-Klasse, Modelljahr 2013, Technik, Radar, Stereokamera und Ultraschall (englische Version)
12C1368_14
Mercedes-Benz E-Klasse, Modelljahr 2013, Technik, Radar, Stereokamera und Ultraschall
12C1368_13
Mercedes-Benz E-Klasse, Modelljahr 2013, Technik, Intelligent Drive, Fahrassistenzsysteme
12C1368_15
Mercedes-Benz E-Class, Modelljahr 2013,Technik, BAS PLUS und PRE-SAFE® Bremse (englische Version)
12C1368_20
Mercedes-Benz E-Class, Modelljahr 2013,Technik, Verkehrszeichen-Assistent (englische Version)
12C1368_18
Mercedes-Benz E-Class, Modelljahr 2013,Technik, BAS PLUS und PRE-SAFE® Bremse
12C1368_19
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