Nächster Meilenstein der Mercedes-Benz Elektro-Offensive:  Neues Batteriewerk für Produktion des EQS SUV in den USA

Nächster Meilenstein der Mercedes-Benz Elektro-Offensive: Neues Batteriewerk für Produktion des EQS SUV in den USA

15.03.2022
Bibb County/Tuscaloosa, Alabama
  • Batteriewerk in Bibb County für vollelektrische Zukunft von Mercedes-Benz eröffnet
  • Bis zu 600 neue Arbeitsplätze in Alabama entstehen durch das Werk
  • Partnerschaft mit Batteriezellspezialisten Envision AESC zur Errichtung einer Zell-Fabrik in den USA
  • Interieur des neuen EQS SUV enthüllt, Produktionshochlauf im Werk Tuscaloosa in Vorbereitung
  • Hochflexibles, digitalisiertes Produktionssystem ermöglicht Mercedes-Benz die Fertigung von elektrisch und konventionell angetriebenen Fahrzeugen auf einer Linie

Bibb County/Tuscaloosa, Alabama. Wenige Monate vor dem Produktionsstart von neuen, vollelektrischen Mercedes-EQ Fahrzeugen in den USA eröffnet Mercedes-Benz ein Batteriewerk in Bibb County, Alabama. Damit bereitet sich die wertvollste Automobilmarke der Welt darauf vor, die Produktion von Elektroautos auf drei Kontinenten hochzufahren. Die neue Batteriefabrik unterstreicht die Bedeutung der USA innerhalb des globalen Produktionsnetzwerks von Mercedes-Benz und den Status von Alabama als Exportdrehscheibe für Luxus-SUVs auch im Elektrozeitalter.

In Alabama wird Mercedes-Benz den EQS SUV und den EQE SUV produzieren – als Teil einer weltweiten Offensive zur Produktion von acht vollelektrischen Fahrzeugen an sieben Standorten auf drei Kontinenten. Das hochmoderne Batteriewerk in Bibb County wird die Batterien für die neuen Modelle EQS SUV und EQE SUV liefern.

Ola Källenius, Vorsitzender des Vorstands der Mercedes-Benz Group AG: „Die Eröffnung unseres neuen Batteriewerks in Alabama ist ein wichtiger Meilenstein auf unserem Weg zur vollelektrischen Zukunft. Mit einem ganzheitlichen Ansatz, der auch eine lokale Zellbeschaffungs- und Recyclingstrategie beinhaltet, unterstreichen wir die Bedeutung unseres US-Standorts, an dem Mercedes-Benz seit Jahrzehnten erfolgreich ist. Wir sind stolz darauf, damit auch neue, zukunftssichere Arbeitsplätze zu schaffen, um vollelektrische SUVs 'Made in the USA' in einem Werk zu bauen, das seit 25 Jahren fester Bestandteil unserer Produktionsfamilie ist.“

Das Mercedes-Benz Werk in Tuscaloosa, Alabama, ist seit 1997 die Produktionsstätte für große SUVs mit dem Stern. Jetzt startet das Werk mit dem Anlauf des EQS SUV auch in die Produktion von elektrischen Fahrzeugen. Noch vor der offiziellen Weltpremiere des EQS SUV am 19. April gibt Mercedes-Benz einen ersten Einblick in das großzügige, luxuriöse und hochdigitalisierte Interieur des neuen Modells.

Mercedes-Benz „Made in America”

Seit den 1990er Jahren hat Mercedes-Benz insgesamt mehr als sieben Milliarden Dollar in Alabama investiert. Davon flossen eine Milliarde Dollar in die Errichtung des Batteriewerks, in das Logistik Center und in die Flexibilisierung der Produktionslinien. Aktuell beschäftigt Mercedes-Benz U.S. International (MBUSI) rund 4.500 Mitarbeiter und sichert darüber hinaus rund 11.000 weitere Arbeitsplätze bei Zulieferern und Dienstleistern in der Region. Seit 1997 sind rund vier Millionen Fahrzeuge im Werk in Tuscaloosa vom Band gerollt. Allein im Jahr 2021 waren es rund 260.000 SUVs. Rund zwei Drittel der Jahresproduktion gehen in den Export - damit ist MBUSI einer der größten Automobilexporteure der USA.

Das hochflexible Produktionssystem von Mercedes-Benz ermöglicht es, verschiedene Modelle und Antriebsstränge auf einer einzigen Produktionslinie zu montieren. So kann sich das Werk jederzeit an Veränderungen der Kundennachfrage anpassen. Zusätzlich zu den konventionell angetriebenen Modellen GLE, GLE Coupé, GLS und Mercedes-Maybach GLS werden künftig zwei vollelektrische SUV-Modelle produziert, die mit Batterien aus dem nahegelegenen Werk in Bibb County ausgerüstet werden.

„Das globale Mercedes-Benz Produktionsnetzwerk ist digital, nachhaltig, effizient und flexibel. Das neue Batteriewerk mit seinen hochqualifizierten und motivierten US-Mitarbeitern wird nun ein entscheidender Motor bei der Einführung unserer neuen Elektrofahrzeuge sein. Das Team USA ist ein wichtiger Faktor für den weiteren Erfolg von Mercedes-Benz und wir sind stolz darauf, dass unsere neuen Elektro-SUVs auch hier in Alabama für die globalen Märkte gebaut werden“, so Jörg Burzer, Mitglied des Vorstands der Mercedes-Benz Group AG, verantwortlich für Produktion und Supply Chain Management.

An der Eröffnungsfeier des neuen Batteriewerks in Bibb County nahmen auch Kay Ivey, Gouverneurin von Alabama, und weitere hochrangige regionale und internationale Gäste teil. „Mit dem Produktionsstart der wegweisenden M-Klasse vor 25 Jahren hat Mercedes-Benz geholfen, unseren Staat an die Spitze der Automobilproduktion zu bringen“, so Gouverneurin Kay Ivey. „Mit dem neuen Batteriewerk hilft Alabama Mercedes dabei, seine Produktion von zukunftsweisenden Elektrofahrzeugen zu beschleunigen. Wir sind stolz darauf, Mercedes als Partner zu haben, und freuen uns auf die Zukunft, die wir gemeinsam in Alabama aufbauen.”

Bibb County ergänzt globales Batterieproduktionsnetzwerk

Die Produktion der Hochleistungs-Lithium-Ionen-Batterien für den EQS SUV und den EQE SUV läuft CO2-neutral. Auf einer rund 300 Meter langen Fertigungslinie mit mehr als 70 Arbeitsstationen werden die Energiespeicher zu einem Gesamtsystem montiert. Die einzelnen Komponenten werden in einem voll digitalisierten Produktionsprozess zusammengefügt, darunter bis zu zwölf Zellmodule und das so genannte EE-Fach für die intelligente Integration der Leistungselektronik. In Bibb County schafft Mercedes-Benz rund 600 neue Arbeitsplätze.

Das Batteriesystem für den EQS-SUV mit sieben Sitzplätzen basiert auf einer modularen Architektur, die auch in den Limousinen EQS und EQE zum Einsatz kommt. Es zeichnet sich durch eine hochmoderne Zellchemie mit Nickel, Kobalt und Mangan im Verhältnis 8:1:1 aus. Die Reduzierung des Kobaltanteils auf rund zehn Prozent und die CO2-neutrale Herstellung der Batterien steigern die Nachhaltigkeit.

Mit dem neuen Werk wird Bibb County Teil des globalen Mercedes-Benz Batterieproduktionsnetzwerks, das Fabriken auf drei Kontinenten umfasst. Dazu gehören die Standorte in Kamenz und Stuttgart (Deutschland), Peking (China), Bangkok (Thailand) sowie Jawor (Polen). Die einzelnen Fabriken beliefern die jeweils lokale Fahrzeugproduktion und sind bei Bedarf auch für den Export bereit. Mercedes-Benz investiert mehr als eine Milliarde Euro in den Ausbau des weltweiten Batterieproduktionsnetzes.

Für die Mitarbeiter des Werks in Bibb County wurden neue Sicherheits- und Schulungskonzepte entwickelt. Mercedes-Benz legt dabei besonderen Wert auf die Betriebs- und Arbeitssicherheit. Beispielsweise muss jedes Teammitglied, das Zugang zum Batteriewerk hat, ein umfassendes Hochspannungs-Sicherheitstraining absolvieren. Für diese speziellen und zeitaufwändigen Schulungen betreibt Mercedes-Benz einen hohen Aufwand, zumal die Trainings regelmäßig wiederholt werden.

Neue starke Batteriepartnerschaft für die Mercedes-EQ SUVs in Tuscaloosa

Bis zum Ende des Jahrzehnts plant Mercedes-Benz, mit seinem Fahrzeugportfolio vollelektrisch zu werden – überall dort, wo die Marktbedingungen es zulassen. Um dieses Ziel zu erreichen, plant das Unternehmen gemeinsam mit Partnern den Bau von acht Zellfabriken weltweit bis zum Ende der Dekade. Diese sollen über eine Produktionskapazität von 200 Gigawattstunden verfügen. Mercedes-Benz wird seine Partnerschaften mit den weltweit führenden Unternehmen aus der Batterietechnologie ausbauen.

Um wichtige Zulieferer zu lokalisieren geht Mercedes-Benz eine Partnerschaft mit einem der weltweit führenden Batterietechnikunternehmen ein: Envision AESC. Envision AESC wird die Mercedes-Benz Batteriefabrik in Bibb County mit Hochleistungs-Batteriemodulen aus einem neuen Werk in den USA beliefern. Die Belieferung soll Mitte des Jahrzehnts beginnen.

"Um auch in einer rein elektrischen Zukunft die führende Luxusmarke zu sein, beschleunigt Mercedes-Benz die Markteinführung seiner EQ-Modelle. In diesem Jahr wird unser Portfolio weltweit neun vollelektrische Mercedes-EQ-Modelle umfassen, und wir haben weitere spannende Produkte in der Pipeline. Der Aufbau eines starken Partnernetzwerks für Batteriezellen ist Bestandteil unserer globalen Produktionsstrategie und markiert einen wichtigen Meilenstein auf unserem Weg zur CO2-Neutralität", so Markus Schäfer, Mitglied des Vorstands der Mercedes-Benz Group AG, Chief Technology Officer, verantwortlich für Entwicklung und Beschaffung.

"Envision AESC wird ein bedeutender Lieferant sein. Mit dieser Partnerschaft sichern wir uns die nötigen Kapazitäten in den kommenden Jahren, die wir für die nächsten Generationen unserer in den USA gebauten Mercedes-EQ-Fahrzeuge benötigen werden. Mit den CO2-neutralen Lösungen und der Batterietechnologie von Envision AESC unterstreicht diese neue Kooperation unseren ganzheitlichen Ansatz in Bezug auf eine nachhaltige Wertschöpfungskette. So sichern wir uns die nötige Versorgung, nutzen Skalenvorteile und bieten unseren Kunden überlegene Batterietechnologie."

MO360: digitale und flexible Produktion

Dank hoher Flexibilität und umfassender Digitalisierung mit dem MO360-Produktionssystem ist Mercedes-Benz in der Lage, die Fertigung von Mercedes-EQ Modellen in den bestehenden Werken hochzufahren und in die Serienproduktion zu integrieren. Dies zeigt sich zum Beispiel bei der so genannten „Hochzeit“, der Verbindung von Karosserie und Antriebsstrang. Diese „Fullflex Marriage“ besteht aus mehreren modularen Stationen, die es ermöglichen, unterschiedliche Antriebsvarianten mit den jeweiligen Fahrzeugkarosserien auf der gleichen Montagelinie zu verbinden.

Mit MO360, dem umfassend digitalen Mercedes-Benz Produktions-Ökosystem, wurde die Effizienz der Fertigung deutlich gesteigert. Prozess- und Qualitätsverbesserungen können dank des vernetzten Produktionssystems werksübergreifend bei Mercedes-Benz Pkw überwacht und umgesetzt werden.

Zudem liefert MO360 jedem Mitarbeiter maßgeschneiderte Informationen und Arbeitsanweisungen in Echtzeit und unterstützt die Teammitglieder auf diese Weise bestmöglich bei ihrer Arbeit. Im Umgang mit Hochspannungstechnik ist eine hohe Qualifikation besonders wichtig.

„Unser Team hier in Tuscaloosa hat einen maßgeblichen Anteil am weltweiten Erfolg von Mercedes-Benz. Wir sind stolz darauf, dass wir hier in Alabama sowohl die neuen vollelektrischen Modelle EQS SUV und EQE SUV für den weltweiten Bedarf fertigen werden als auch deren High-Performance-Batterien“, so Michael Göbel, Leiter Produktion Nordamerika sowie Präsident und CEO von Mercedes-Benz U.S. International.

Der neue EQS SUV

Der neue EQS SUV, der am 19. April seine Weltpremiere feiert, ist der erste vollelektrische Luxus-SUV und das dritte Modell, das auf der innovativen Elektrofahrzeug-Architektur von Mercedes-Benz basiert. Mit seinem luxuriösen Interieur wird er sein Segment neu definieren. Der Innenraum kombiniert das progressive Design, die Raffinesse und den Komfort der EQS Limousine mit dem Raumangebot und der Vielseitigkeit des beliebten Fullsize-SUV-Konzepts. Prägend im Innenraum ist die Verschmelzung von digitalem Luxus mit innovativen neuen Ausstattungselementen. Das sogenannte „Purpose Design“ der Elektrofahrzeug-Architektur sorgt zudem für außergewöhnlich großzügige SUV-Innenraumabmessungen. In Verbindung mit der optionalen dritten Sitzreihe und der elektrisch verstellbaren zweiten Sitzreihe bietet dies ein Maß an Flexibilität, das auch den Bedürfnissen anspruchsvollster Kunden gerecht wird.

Das Interieur-Design folgt einer konsequenten Vision der Digitalisierung. Sie zeigt sich besonders eindrucksvoll im optionalen MBUX Hyperscreen, der seine Premiere in der EQS Limousine hatte. Der gebogene 56-Zoll-Bildschirm erstreckt sich nahezu über die gesamte Breite des Innenraums. Der MBUX Hyperscreen integriert Kombiinstrument, Infotainment und Beifahrerdisplay in einem nahtlosen Design. Dies harmoniert perfekt mit den extremen Proportionen des darüber liegenden Bandes mit den markanten Lüftungsdüsen der Klimaanlage und der scheinbar frei schwebenden Mittelkonsole darunter.

Nachhaltigkeit im neuen Werk in Bibb County

Nachhaltigkeit war ein zentraler Aspekt der Planung des neuen Batteriewerks, angefangen bei der besonders energieeffizienten Gebäudegestaltung. So wird beispielsweise Warmwasser mit solarthermischer Energie erzeugt sowie Regenwasser aufgefangen und genutzt, um wertvolle natürliche Ressourcen zu schonen. Weitere nachhaltige Maßnahmen sind die intelligente und hocheffiziente Steuerung der LED-Beleuchtung und der Belüftung im Bereich der Batteriemontage. Hinzu kommen Klimaanlagen, die mit umweltfreundlichen Kältemitteln und moderner, energiesparender Prozesstechnik arbeiten. Die Gabelstapler werden mit Wasserstoff statt Dieselkraftstoff angetrieben.

Im Einklang mit der Mercedes-Benz Strategie zum Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugung in allen Werken wird der gesamte Strombedarf des Standorts Bibb County ab 2024 aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt – sobald die geplanten Solarenergieprojekte genehmigt sind.

Neben Kreislaufwirtschaft und Werterhalt setzt Mercedes-Benz auf Recycling. Mit Blick auf die künftige Rückführung von Lithium-Ionen-Batteriesystemen aus Mercedes-EQ Fahrzeugen weitet das Unternehmen seine globale Strategie für das Batterierecycling aus. In Deutschland beginnt Mercedes-Benz mit dem Bau einer eigenen Batterie-Recyclinganlage, die auf der Hydrometallurgie basiert. Analog zu dieser Technologie plant das Unternehmen, den Wertstoffkreislauf mit Hightech-Partnern für das Batterierecycling in China und den USA zu schließen.

Darüber hinaus hat Mercedes-Benz eine fünfjährige Partnerschaft mit „The Nature Conservancy“ im Wert von mehr als 600.000 Dollar geschlossen, um die „Working Woodlands“ im Nordosten von Alabama zu unterstützen. „Working Woodlands“ setzt sich für den Erhalt, die Wiederherstellung und die Förderung einer nachhaltigen Forstwirtschaft und von naturnahen Konzepten ein. Dazu zählt auch der Schutz von Wildtieren. Das langfristig angelegte Projekt trägt außerdem zur Erfüllung der nachhaltigen Unternehmensstrategie „Ambition 2039“ von Mercedes-Benz bei, bis 2039 eine CO2-neutrale Fahrzeugflotte zu haben.

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